HTC Sense 4.0: Neue Features & DropBox integriert

Der taiwanische Smartphonehersteller HTC will mit der Version 4.0 seines hauseigenen Interface-Aufsatzes für Android eine Reihe von Neuerungen einführen, die sowohl das Design, als auch die Funktionalität betreffen. Unter anderem soll eine Dropbox-Integration Einzug halten und es wird eine klarere Design-Sprache geben.

Wie das Portal 'PocketNow' anhand einer fast finalen Version des neuen HTC Sense 4.0 feststellen konnte, stellt die neue Ausgabe einige Neuerungen bereit, die den Kritikern der oft als etwas überladen bezeichneten früheren Versionen entgegen kommen.

Die Oberfläche kommt mit neu gestalteten Schriften und weniger störenden optischen Elementen daher. So werden zum Beispiel bei der Verwendung des Smartphones im Landschafts-Modus Tabs am rechten und nicht mehr am unteren Bildschirmrand angezeigt, so dass mehr Inhalte auf dem Display dargestellt werden können. Erstmals kann der Homescreen auch im Landscape-Mode verwendet werden.


Alle Schiebeschalter in HTC Sense 4.0 kommen außerdem grau und viereckig mit abgerundeten Ecken daher - statt der blasenähnlichen runden Icons der bisherigen Ausgaben von Sense. HTC verzichtet außerdem angeblich auf die bisher üblichen On-Screen-Tasten und setzt bei seinen Geräten grundsätzlich auf drei statt vier Hardware-Buttons.

Der neue Lockscreen von HTC Sense 4.0 wird funktionell erweitert und liefert unter anderem eine Zusammenfassung der eingegangenen Benachrichtigungen. Außerdem kann man sich eine Liste von Aufgaben oder eine Liste von Freunden für schnelle Anrufe anzeigen lassen. Benachrichtigungen lassen sich außerdem ohne vorheriges Entsperren einsehen.

HTC hat auch den hauseigenen E-Mail-Client überarbeitet, der sowohl bei seinem Aussehen, als auch in Sachen Funktionalität neue Maßstäbe setzen soll. Der Umgang mit E-Mail-Threads soll sehr gut gelöst worden sein. Außerdem sorgt eine neue Funktion bei der Verwendung von Push-E-Mail dafür, dass das Nutzungsverhalten des Anwenders analysiert wird. Dadurch werden E-Mails von Exchange-Konten in Zeiträumen, in denen der Nutzer sein Telefon nur selten nutzt, in größeren Abständen abgerufen, um die Akkulaufzeit zu verlängern.

Der Browser erhält mit Sense 4.0 eine neue Reader-Funktion, die ähnlich wie in Apples iOS 5 zwar Werbung weitgehend ausblendet, aber nicht alle Bilder. Mittels eines Widgets auf dem Homescreen können Webinhalte und Videos zur späteren Betrachtung markiert werden.

Ebenfalls neu ist ein Gast-Modus, bei dem der Nutzer festlegen kann, welche Anwendungen zur Verfügung stehen sollen, wenn ein Dritter das jeweilige Smartphone verwendet. Die Telefonfunktion wird dabei deaktiviert und der Zugriff auf die Daten des Anwenders wird gesperrt.

Die Kamera-App von Sense 4.0 wurde optimiert, um Fotos von Menschen zu erleichtern. Stellt die App fest, dass es sich beim jeweiligen Objekt, das es zu fotografieren gilt, um ein Gesicht handelt, werden fünf Bilder in Folge angefertigt und anhand einer Automatik das beste Foto ausgewählt. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass der Fotografierte durch Blinzeln die Augen auf dem Bild gerade geschlossen hat.

HTC Sense 4.0 bringt außerdem eine tiefere Integration mit Dropbox. Bei der ersten Einrichtung erhält der Nutzer 50 Gigabyte Online-Speicherplatz kostenlos. Ab sofort wird der Dropbox-Speicher dann als ein weiteres Laufwerk behandelt. Hängt man eine bei Dropbox gespeicherte Datei an eine E-Mail an, wird lediglich ein Link eingebettet und nicht gleich die ganze Datei.

Die Beats Audiofunktionen können mit HTC Sense 4.0 künftig auch in Verbindung mit Anwendungen von Drittanbietern genutzt werden. Bisher konnte Beats nur zusammen mit der ab Werk installierten Musik-App zum Einsatz kommen. Insgesamt soll Sense in der neuen Version einen "ausgereiften, funktionellen und leichter zugänglichen" Eindruck machen. Künftig würden wohl weniger Käufer eines HTC-Smartphones Sense durch einen Launcher eines Drittanbieters ersetzen, so die Prognose von PocketNow.
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Die hätten lieber mal Android pur auf die neuen Geräte installiert und optional die eigene Oberfläche, hätte für alle Seiten nur Vorteile, aber nein..na wer nicht auf die Kunden hört muss halt fühlen..siehe Quartalsbericht von HTC.
 
@joe200575: Google hat das, was du beschreibst, doch zur "Pflicht" gemacht?! Siehe http://winfuture.de/news,67455.html "Ab Android 4.0 sind die meisten verpflichtet, die Standard-Benutzeroberfläche namens Holo zumindest neben der eigenen GUI auszuliefern."
 
@MasterBK: Ich glaube aber, das ändert nichts daran, dass Updates von Android weiterhin aufwendig sind und damit weiterhin auf sich warten lassen werden
 
@Shuichi: Ich glaube sooo aufwendig ist das gar nicht. Die Hobby-Devs machen das alles in wenigen Tagen klar, wofür Samsung, HTC und Co. Monate brauchen.
 
@Shuichi: Das hab' ich auch nicht behauptet, er "verlangte" ja lediglich BEIDES - das Eigene Optional - auf den Phones. Schoener waere es natuerlich, wenn man von Haus aus das nackte Android bekaeme und Sense, TouchWiz, und wie sie alle heissen, als optionalen "Zusatzdownload" angeboten werden wuerden. Aber naja, das wird wohl weiterhin ein Wunschkonzert bleiben.


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