"Beleidigend": Apple-Chef äußert sich zu Vorwürfen

Wirtschaft & Firmen Der neue Apple-Chef Tim Cook hat sich nach dem Erscheinen eines Artikels in der 'New York Times' zu Wort gemeldet, in dem sein Unternehmen für den Umgang mit den Arbeitsbedingungen in den Werken chinesischer Auftragshersteller kritisiert wird. Seiner Ansicht nach werde Apple hier ungerecht behandelt.

In einer Nachricht an die Beschäftigten des Konzerns, die dem Blog '9 to 5 Mac' vorliegt, erklärte Cook: "Solche Andeutungen, dass uns dies nicht kümmert, sind absolut falsch und beleidigend für uns. Ihr wisst besser als alle anderen, dass Vorwürfe wie diese unseren Werten entgegenstehen. So sind wir nicht."

Wie der Apple-Chef weiter ausführte, seien die Vorwürfe insbesondere für die hunderten Konzernmitarbeiter schockierend, die direkt bei den Zulieferern tätig sind. "Mit jedem Jahr inspizieren wir mehr Fabriken, heben die Messlatte für unsere Partner höher und tauchen tiefer in die Zuliefererkette ein", führte Cook weiter aus. Er verwies auf einen kürzlich vorgelegten Bericht, in dem die Firmen namentlich genannt werden, mit denen Apple zusammenarbeitet, welche Maßstäbe man diesen setzt und welche Verstöße festgestellt wurden.


Durch den Einsatz Apples in dem Bereich seien die Arbeitsbedingungen von hunderttausende Arbeiter bei den Auftragsherstellern verbessert worden. "Wir kennen niemanden sonst in unserer Industrie, der so viel tut wie wir, an so vielen Orten und zugunsten so vieler Menschen", erklärte der Konzernchef.

Gleichzeitig, so Cook, herrsche bei Apple wohl ein Bewusstsein über die noch bestehenden Herausforderungen, wie kaum anderswo. "Es wäre leicht, an weniger Stellen Problemen auf den Grund zu gehen und so bessere Berichte abliefern zu können, aber so würde sich ein Anführer nicht verhalten", führte er weiter aus.

Als Beispiel für das Engagement seines Unternehmens führte er an, dass man die Struktur und die Prozesse in der Zulieferkette erst in diesem Monat gegenüber der Fair Labor Association offengelegt hat. Davon verspreche man sich, häufigere und transparentere Berichte über die Entwicklung zu erhalten. Cook sicherte außerdem zu, dass man die Bemühungen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Zulieferkette weiterführen werde.
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Apple könnte foxconn ruhig mehr bezahlen die verlangen ja eigentlich schon viel geld für ihre Produkte und gewinn machen die so oder so genug
 
@DANIEL3GS: Apple könnte foxconn auch übernehmen, so viel Mühe geben Sie sich um ein gerechteres Arbeitsverhältnis zu den Mitarbeitern zu schaffen. Das foxconn Management hat nach meiner Meinung komplett versagt, denke Diese könnten noch nicht einmal ein kleines europäisches Unternehmen führen, so viel Pflichten müssten Sie hier erfüllt "Ironie"
 
@DANIEL3GS: ja klar warum fängst du nicht beim hersteller foxconn selbst mal an zu fragen ob die mehr gelt für ihre belegschaft locker machen .. foxconn hat im dezember 2011 ein rekordergebnis eingespielt http://www.channelpartner.de/index.cfm?pid=53&pk=2392424 .. viele tv hersteller usw lassen da produzieren aber immer wird nur von dem bösen apple geschrieben .. scheinheilig sag ich nur
 
@DANIEL3GS: Schonmal mitbekommen was Foxconn für ein Unternehmen ist? Die haben 920.000+ Angestellte und die arbeiten nicht alle für Apple, quasi alle großen Hersteller lassen dort produzieren. Diese haben alle gleichermaßen Schuld an den Bedingungen nicht NUR Apple. Quelle: Das englische Wikipedia, dort steht ein bisschen mehr.
 
@Balu2004: Der Apple Manager, der plauderte, sagte es ja bereits: würde Apple die Besserbehandlung von Angestelten verlangen, müssten (und würden) Foxconn und Konsorten es auch befolgen. Apples Handlungen diesbezüglich waren bisher eigentlich nur Worte, die der Imageaufbesserung geschuldet waren. Und wie bereits so oft festgestellt: Apple ist eines der wenigen Unternehmen, die Margen erwirtschaftet, welche ohne Probleme die Besserstellung der dortigen Arbeiter erlauben würde. Klar, andere Hersteller produzieren dort auch, aber die sind auf die Ersparnis angewiesen um nicht mit Verlust verkaufen zu müssen. Abgesehen davon dürfte die Wenigsten überhaupt ausreichend Auftragsvolumen rankarren, um dem Zulieferer Bedingungen quasi nach Belieben diktieren zu können.


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