'Kriegsverbrecher': Nordkorea droht Handy-Nutzern

Die nordkoreanische Partei der Arbeit hat der eigenen Bevölkerung gedroht, dass jeder, der während der 100-tägigen Staatstrauer ein Handy nutzt, als Kriegsverbrecher angeklagt würde.
Mit diesem rigorosen Handy-Verbot will das kommunistische Regime offenbar verhindern, dass Berichte über die Missstände im Land nach außen gelangen bzw. dass Nordkoreaner erfahren, was außerhalb ihres eigenen Landes passiert.

Wie die britische Tageszeitung 'The Telegraph' auf ihrer Webseite berichtet, dient diese Maßnahme außerdem dazu, zu verhindern, dass etwaige Berichte über die Aufstände im Nahen Osten ins Land gelangen, da beim "arabischen Frühling" einige langjährige Diktatoren gestürzt worden sind.

Hintergrund für diese Maßnahme sind Berichte über die immer dramatischere wirtschaftliche Lage in Nordkorea: In dem isolierten Regime verschärft sich die Versorgungssituation immer mehr, da die Vorräte schwinden und eine Hungersnot (bzw. eine Verschärfung) droht.

Deshalb sei es in letzter Zeit auch verstärkt an der Grenze zwischen Nordkorea und China zu Fluchtversuchen gekommen. Es wird geschätzt, dass sich seit dem Tod von Kim Jong-Il rund 23.000 Menschen ins kommunistische Nachbarland abgesetzt bzw. es weiter nach Südkorea geschafft haben.

Der nordkoreanische "geliebte Führer" Kim Jong-Il war am 17. Dezember 2011 im Alter von 69 Jahren nach einem Herzanfall gestorben, woraufhin die nordkoreanische Staatsführung eine 100 Tage lang dauernde offizielle Staatstrauer ausgerufen hatte.

Mit den nun als "Kriegsverbrechen" eingestuften Maßnahmen (auch eine versuchte Flucht wird so eingestuft) soll verhindert werden, dass die neue Staatsführung von Kim Jong-Un, dem Sohn von Kim Jong-Il, destabilisiert werden könnte. Der Bericht von 'The Telegraph' stützt sich auf die Angaben der südkoreanischen Hilfsorganisation Good Friends. Nordkorea Nordkorea
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