CDU: Megaupload zeigt, dass SOPA gebraucht wird

Recht, Politik & EU Die Bundestagsfraktion der Unionsparteien hat sich hinter die Befürworter des US-Gesetzentwurfes SOPA (Stop Online Piracy Act) gestellt. Die Unterstützung des Gesetzesvorhabens wird dabei ausgerechnet mit dem aktuellen Fall Megaupload begründet.

"Die Ermittlungen im Fall Megaupload zeigen, wie gefährdet das Urheberrecht derzeit ist, wenn Werke über das Internet verbreitet werden", erklärten Günter Krings, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und der zuständige Berichterstatter für das Urheberrecht im Rechtsausschuss und im Ausschuss für Kultur und Medien, Ansgar Heveling.

Trotz unermüdlicher und zeitintensiver Ermittlungen sei es den Strafverfolgungsbehörden wie auch bei Kino.to lange nicht gelungen, einer "Handvoll notorischer Hochstapler und Betrüger das Handwerk zu legen", hieß es. Jeden Tag würden so Musiker, Sänger, Komponisten, Schauspieler, Regisseure, Autoren und deren Geschäftspartner um ihren wohlverdienten Lohn betrogen.


Die beiden Unionsvertreter forderten, den Ermittlungsbehörden Instrumente an die Hand zu geben, mit deinen Internet-Kriminalität erfolgreich gestoppt werden könne. "Auch wenn einzelne Regelungen der dem US-Senat vorgelegten Gesetzentwürfe 'Stop-Online-Piracy-Act' (SOPA) und 'Protect-IP-Act' (PIPA) zu weit gehen: Der Fall Megaupload macht deutlich, dass wir einen klaren Rechtsrahmen im Internet brauchen, so wie es in der realen Welt selbstverständlich ist", heißt es in einer Stellungnahme.

Die beiden Politiker werfen den Gegnern von SOPA - namentlich werden hier die Wikipedia, Google und die Grünen genannt - vor, mit ihren Protesten gegen das Gesetzesvorhaben "geldgierigen Internetkriminellen wie dem Gründer von Megaupload" beizuspringen. Sie betonten, dass es beim Schutz des Urheberrechts nicht um Zensur ginge, sondern um den Schutz von Kreativen vor Ausbeutung.
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uh, das is mies von der CDU. So fängt man sich sicher keine Wählerstimmen ein.
 
@Anns: "dass wir einen klaren Rechtsrahmen im Internet brauchen, so wie es in der realen Welt selbstverständlich ist" Dem kann ich eigentlich nur zustimmen. Es kann nicht sein, dass kleine "Ano"rchisten im Namen der "Freiheit" mit DDos Attacken Webseiten lahmlegen, nur weil es ihnen so nicht passt. Ebenso kann es nicht sein, dass Software, Filme, Musik etc. für jeden Deppen frei zugänglich sind und den Herstellern so schaden!
 
[re:2] Anns am 26.01.12 11:57 Uhr
(+51
@PranKe01: Dem stimme ich zu. Nur ist SOPA weit mehr als nur z.B. ACTA. SOPA ist ein direkter Einschnitt in die Meinungsfreiheit. Kritik kann als Firmenschädigend aufgefasst werden und man macht dich dafür haftbar. Recht und Ordnung im Internet sehr gerne, aber nicht zum Preis dessen, was die Grundwerte einer Demokratie sind.
 
@Anns: "Auch wenn einzelne Regelungen der dem US-Senat vorgelegten Gesetzentwürfe ... (SOPA) und ... (PIPA) zu weit gehen..." Es geht denen ja nicht darum die Meinung einzuschränken, sondern ein Mittel um illegale Aktivitäten im Internet zu unterbinden zu finden.
 
[re:4] Slurp am 26.01.12 12:01 Uhr
(+41
@PranKe01: natürlich.. wie immer geht es gerade der CDU nur um unser allgemeinwohl.


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