Niederlage für Apple im Geschmacksmuster-Streit

Tablet-PC Dreht sich der Wind nun endgültig gegen Apple? Anfangs fuhr das kalifornische Unternehmen (bzw. dessen Anwälte) einen Sieg mach dem anderen ein, nun mischen sich aber immer mehr Niederlagen dazu.

In der schier unendlichen Geschichte im Streit um die so genannten Geschmacksmuster, die Apple seit einer ganzen Weile vor Gericht gegen Android-Hersteller, allen voran Samsung, durchzusetzen versucht, kommen nun immer häufiger Niederlagen dazu.

Wie 'Allaboutsamsung' unter Berufung auf die niederländische Seite 'Webwereld' berichtet, ist der iPad-und iPhone-Hersteller in Den Haag ein zweites Mal gescheitert. Das Gericht hat erneut einen Antrag (bzw. die Berufung) Apples abgewiesen, in dem ein Verkaufsstopp des Samsung Galaxy Tab 10.1 gefordert worden war.

iPad 2 vs. Galaxy Tab 10.1
Das Gericht in Den Haag sah genügend Unterschiede zwischen iPad und Galaxy Tab 10.1

Das Gericht begründete die Entscheidung damit, dass das Galaxy Tab 10.1 weit genug vom Geschmacksmuster Apples entfernt sei. Das Gericht folgte der Argumentation der Samsung-Anwälte und stellte fest, dass das von Apple 2004 eingetragene Geschmacksmuster eine sehr generelle Form schütze. Außerdem sah das Gericht genügend Unterschiede zwischen den beiden Geräten, sodass nichts gegen eine Koexistenz von iPad und Galaxy Tab spreche.


Der Streit der beiden Unternehmen rund um Tablet-Geschmacksmuster ist damit aber noch lange nicht zu Ende: Am 31. Januar geht es am Oberlandesgericht Düsseldorf weiter. Dort wird an diesem Tag verkündet, ob Samsung mit dem Galaxy Tab 10.1 die Geschmacksmuster verletzt.
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Und das Oberlandesgericht Düsseldorf sieht das natürlich ganz anders... Naja, es wäre schön, wenn diese Farce endlich beendet wird.
 
Ich frage mich, warum deutsche Gerichte nicht auch so vernünftig entscheiden können.
 
@Piotrekk: Das ist meiner Meinung nach das größte Problem in der Justiz. Es kann eigentlich nicht angehen, dass jedes Gericht anders entscheidet. Da brauch man nicht mal über Landesgrenzen hinweggehen. Auch innerhalb Deutschlands entscheiden die Gerichte bei exakt den gleichen Sachverhalten unterschiedlich. Das machen sich auch viele zu Nutze. Man klagt einfach so lange und/oder geht so lange in Berufung, bis man einen Richter vor sich sitzen hat, der so urteilt, wie man es gerne hätte. Daran sieht man, dass Richter eine eigene Meinung haben (dürfen) und das ist nicht in Ordnung. Es sollte ausschließlich nach Fakten gehen und keine Auslegungssache sein. Wenn die Argumente und Fakten sachlich und objektiv betrachtet für Samsung sprechen, dann MÜSSEN alle Gerichte dieser Welt stets gleich urteilen!
 
@sushilange2: Aber bei einem solchen Verfahren kann es nur um Auslegungssache gehen. Es gibt keine mathematische Formel um die Abweichung von einem Geschmacksmuster zu bestimmen, sodass man dann eine ganz klar Grenze ziehen koennte.
 
@sushilange2: Das liegt freundlich ausgedrückt daran, dass viele Gesetze sehr schwammig formuliert sind. Sie lassen sehr viel Interpretationsraum zu, was oft auch gewollt ist, um sich ja nicht fest zu legen...


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