Kahlschlag bei Filehostern nach Megaupload-Aus
Nach der spektakulären Schließung von Megaupload herrscht untern vielen der anderen Filehoster regelrechte Panik. Viele folgen dem Beispiel von Filesonic und verhindern ab sofort den Zugriff auf fremde Dateien oder blocken (wie Uploaded.to) US-IP-Adressen.
Die Vertreter der Musik- und Filmindustrie dürften dieser Tage in Feierlaune sein. Nach dem Schlag gegen Megaupload und den aufsehenerregenden Verhaftungen von Kim Schmitz und seinen Helfern, kündigt ein Filehoster nach dem anderen die Einstellung vieler - aus Sicht der Piraterie-Jäger dubioser - Dienste an.

Schließt gleich ganz: Filehoster Uploadbox
Den Anfang machten gestern Filesonic und Uploaded.to: Filesonic-Nutzer, die die Seite derzeit besuchen, finden dort eine Nachricht, die besagt, dass die Filesharing-Funktionalitäten eingestellt worden sind und Nutzer ab sofort nur noch auf Dateien zugreifen können, die sie selbst hochgeladen haben. Uploaded hat hingegen einen anderen Schritt zum Selbstschutz gewählt und blockt ab sofort User mit einer US-IP-Adresse, damit will man einer Verfolgung durch US-Behörden entgehen.
Fileserve, ebenfalls einer der ganz großen Filehoster, folgt dem Beispiel von Filesonic und unterbindet ab sofort das Filesharing. Auch hier kann man nur noch die eigenen Dateien herunterladen. Ebenfalls analog zu Filesonic wurde das Bonus-Programm (wo Uploader zumeist mit Geld, aber auch Bandbreite belohnt werden) beendet.

Auch für x7.to ist das Ende gekommen
Bei Filejungle und Uploadstation (die beiden zu Fileserve gehören) folgt man dem Beispiel des Hauptunternehmens und unterbindet künftig den Download "fremder" Dateien. Laut einer auf 'Reddit' veröffentlichten Liste testen beide Filehoster derzeit außerdem das Blocken von US-IP-Adressen.
4Shared löscht ab sofort multiple Dateien von seinen Servern, Videozer und VideoBB haben ihre Bonus-Programme eingestellt. EnterUpload, UploadBox und x7.to haben gleich ganz dicht gemacht. Vermutlich wird diese Liste in den kommenden Tagen noch länger werden.
Der wahrscheinlich bekannteste Filehoster überhaupt, Rapidshare, beteuert hingegen, den Betrieb so weiterführen zu wollen wie bisher. Unternehmensvertreter haben in den vergangenen Tagen immer wieder beteuert, dass man nach der Megaupload-Razzia nicht besorgt sei, da Filehosting an sich ein legales Geschäft sei.
Siehe auch: Megaupload: Anwalt erklärt die Folgen für Nutzer
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