Bilanzskandal: Olympus verklagt nun 19 Manager

Logo, Olympus, Kamera Hersteller Bildquelle: Olympus
Nachdem der japanische Kamerahersteller Olympus in den letzten Wochen die Vorgänge rund um die massiven Bilanzmanipulationen der letzten 20 Jahre analysierte, erhebt das Unternehmen nun eine Klage gegen beteiligte Mitglieder der Führungsmannschaft.
Insgesamt werden 19 Manager verklagt, die früher für das Unternehmen tätig waren und teils auch noch im Amt sind. Formal werden dabei Schadensersatzforderungen gestellt, die nur schwer zu erfüllen sein werden. Vom ehemaligen Konzernchef Tsuyoshi Kikukawa werden so beispielsweise 47 Millionen Dollar gefordert.

Ein Teil der Angeklagten besetzt derzeit auch Sitze im Aufsichtsrat. Diese werden ihre Posten bis März oder April räumen, teilte Olympus mit. Allen anderen steht eine schwere Zeit bevor. Immerhin werden sie Mühe haben, in unzureichender Besetzung und mit all den Aufgaben, die im Zuge der Aufarbeitung der Vorfälle auf sie zukommen, strategische Entscheidungen zu treffen.

In Branchenkreisen geht man deshalb davon aus, dass Olympus deshalb in der kommenden Zeit zum Ziel von Übernahmeversuchen werden könnte. Immerhin können potenzielle Käufer darauf spekulieren, das Unternehmen zu einem vergleichsweise günstigen Preis aufkaufen zu können.

Seitdem der Bilanzskandal im Oktober an die Öffentlichkeit kam, hat sich der Börsenwert des Unternehmens immerhin etwa halbiert. Nur mit Mühe konnte verhindert werden, dass die Aktie nicht gänzlich vom Handel ausgeschlossen wird.

Bei Olympus wurden über Jahre hinweg Verluste durch überteuerte Übernahmen und andere Maßnahmen verschleiert. Insgesamt sollen so Fehlbeträge von insgesamt 1,7 Milliarden Dollar vor den Augen der Anleger versteckt worden sein. Den beteiligten Managern drohen daher nicht nur die nun aufgestellten Schadensersatzforderungen durch den Konzern, sondern auch strafrechtliche Konsequenzen aus den noch laufenden Ermittlungen der Polizei. Logo, Olympus, Kamera Hersteller Logo, Olympus, Kamera Hersteller Olympus
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