WinFuture-Jahresrückblick: War sonst noch was los?

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Stellt man sich diese Frage im Hinblick auf das Jahr 2011, so muss man diese ganz klar mit einem "Ja!" beantworten. Es passierte sogar so viel, dass der Rahmen dieses letzten Jahresrückblicks gar nicht ausreichen würde.
Aus diesem Grund soll es in dem nun folgenden Text um einige wichtige Dinge gehen, die sich im Jahr 2011 zugetragen haben. In den bisher erschienenen Berichten ist WinFuture bereits auf unterschiedliche Themengebiete eingegangen. Themen wie Microsoft oder Videospiele im Allgemeinen haben wir in den letzten Tagen schon behandelt. Pünktlich zu Silvester sollen nun noch einige weitere Themengebiete belichtet werden.

Apple - iPhones, iPhones, iPhones
Das Jahr 2011 war unter anderem vom Thema Apple und ganz besonders vom iPhone geprägt. Zahlreiche Gerüchte häuften sich zu Beginn des Jahres an, wenn es um die Veröffentlichung der nächsten iPhone-Generation ging. Doch zunächst gab der Hersteller aus Cupertino bekannt, dass man ab Ende April eine weiße Ausführung des iPhone 4 zum Verkauf anbieten wird. Lange mussten die Apple- und iPhone-Fans darauf warten. Denn angekündigte wurde das Smartphone in dieser Farbe schon vor geraumer Zeit. Doch wegen verschiedenen Problemen ist es immer wieder zu Verspätungen gekommen. iPhone 4 weißWeißes iPhone 4 Mit handfesten Aussagen meldete sich Apple dann im Rahmen der Worldwide Developers Conference (WWDC) in San Francisco im Juni dieses Jahres zu Wort und stellte das mobile Betriebssystem iOS in der Version 5 mit mehr als 200 Neuerungen vor. Diskutiert wurde abgesehen davon sehr viel darüber, ob Apple in diesem Jahr ein neues oder gleich zwei neue iPhones auf den Markt bringen wird. Schon geraume Zeit vor der Veröffentlichung des iPhone 4S tauchte im Netz ein Foto von einem vermeintlichen Prototypen dieses Smartphones auf.


Im Oktober war es dann soweit und Apple stellte kein iPhone 5, sondern ein iPhone 4S vor. Obwohl viele Apple-Fans gewiss mit einem iPhone 5 gerechnet hatten, zeichnete sich eine sehr große Nachfrage nach dem neuen Apple-Smartphone ab. Alleine am ersten Wochenende nach dem Verkaufsstart wurde das Smartphone mehr als vier Millionen Mal abgesetzt. Insofern gibt es zumindest im Hinblick auf den wirtschaftlichen Erfolg keinen Zweifel.

iPhone 4SiPhone 4SiPhone 4SiPhone 4S

Zudem tauchten in diesem Jahr wieder kuriose Meldungen auf, wenn es um das iPhone geht. Im Januar wurde bekannt, dass ein iPhone 4 bei frostigen Temperaturen in Norwegen zersplitterte. Obwohl Apple die hauseigenen Smartphones in diesem Land verkauft stellte dieser Zwischenfall für das Unternehmen keinen Garantiefall dar. Erst kürzlich sorgten dann erneut ähnliche Meldungen für Aufsehen. So hat das iPhone eines Flugzeug-Passagiers aus nicht näher bekannten Gründen kurz nach der Landung angefangen, eine bedeutsame Menge an Rauch auszustoßen. In einem weiteren Fall hat ein Apple iPhone 4 in Brasilien aus nicht näher bekannten Gründen angefangen zu glühen und Rauch auszustoßen. Im März dieses Jahres wurde deutlich, dass ein iPhone durchaus als robustes Smartphone angesehen werden kann, sofern auf einen entsprechenden Schutz nicht verzichten wird. iPhone 4 - Australien FlugzeugDefektes iPhone 4 Für großes Aufsehen sorgte im Oktober dieses Jahres der überraschende Tod des Mitgründers des Computerkonzerns Apple Steve Jobs im Alter von 56 Jahren. Kurze Zeit früher hat sich Jobs dazu entschlossen, die Aufgabe des Chefs von Apple nicht mehr länger ausführen zu wollen. Seitdem übernimmt Tim Cook die Führung des Computerkonzerns. Über mehrere Jahre kämpfte Jobs mit einer Bauchspeicheldrüsenkrebserkrankung und erhielt unter anderem eine Lebertransplantation.

Sony - Angriff auf das PSN
Im April führte der japanische Elektronikhersteller Sony außerplanmäßige Wartungsarbeiten am Playstation Network (PSN) durch. Wenig später stellte sich heraus, dass Sony das Opfer eines groß angelegten Hackerangriffs wurde. Im Zuge der Attacke wurden zahlreiche Daten von Sony-Kunden, zu denen unter anderem auch Kreditkarteninformationen gehören, entwendet. Das in Japan ansässige Unternehmen teilte damals mit: "Wir mussten feststellen, dass in der Zeit vom 17. April bis zum 19. April 2011 bestimmte Services des PlayStation Network sowie Qriocity mittels illegalen und unberechtigten Eingreifens in das Netzwerk angegriffen wurden."

Im Mai konnte Sony dann den Betrieb des Playstation Networks wieder aufnehmen. Für die Kunden war es zunächst notwendig, eine aktuelle Firmwareversion (3.61) auf den Geräten zu installieren, um auf die Dienste wieder zugreifen zu können. Als Entschädigung für diesen Ausfall stellte Sony dann ein "Willkommen Zurück"-Programm in Aussicht. Dank diesem Angebot konnte man sich unter anderem Spiele kostenlos herunterladen und das eigentlich kostenpflichtige Playstation Plus ausprobieren.

Kino.to - Das Videoportal ist Geschichte
Die Betreiber von Kino.to machten über die eigene Plattform immer wieder darauf aufmerksam, dass man selbst keine Inhalte zur Verfügung stellt, sondern eher als eine Sammelstelle für Videos anzusehen sei. Ein Angebot in dieser Größenordnung und mit einem solchen Bekanntheitsgrad, ist natürlich auch der Unterhaltungsindustrie, der GVU und der Kriminalpolizei bekannt und in gewisser Weise ein Dorn im Auge. Mitte des Jahres haben viele Internetnutzer dann ihre beliebteste Online-Videothek verloren. Nach wie vor ist beim Aufruf von www.kino.to eine Nachricht der Kriminalpolizei im Zusammenhang mit der Schließung der Plattform zu sehen.

Kino.toKino.toKino.toKino.to

Nach und nach wurden dann immer mehr Informationen über die Machenschaften des Betreibers von Kino.to bekannt. Die Justiz hat nicht lange gezögert und prompt erste Konten beschlagnahmt, auf denen Millionen-Gewinne vermutet wurden. Auf Konten in Spanien, die dem Hauptbeschuldigten Dirk B. aus Leipzig zugeordnet werden, konnten die Ermittler 2,5 Millionen Euro sicherstellen. Zudem beschlagnahmten sie bei ihm hochwertige Computertechnik sowie drei Luxusautos in Deutschland und auf Mallorca. Den offiziellen Angaben zufolge fand man auf dem deutschen Konto eines anderen führenden Kino.to-Mitarbeiters 200.000 Euro.

Im Oktober hat die Generalstaatsanwaltschaft Dresden dann vor der großen Strafkammer beim Landgericht Leipzig eine erste Anklage im Fall um Kino.to erhoben. In erster Linie war davon der Betreiber von Kino.to betroffen. Das Gericht beschäftigt sich dabei mit gewerbsmäßigen Urheberrechtsverletzungen in über einer Million Fälle. Die ersten Urteile wurden dann im Dezember gefällt. So wurde beispielsweise der Kino.to-Mitarbeiter Marcus V. zu einer Haftstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Der Hauptadministrator erhielt eine Gefängnisstrafe von drei Jahren. Die bisher höchste Strafe verhängte das Gericht gegen den Server-Beschaffer von Kino.to mit einer Haftstrafe von drei Jahren und fünf Monaten. Das Urteil gegen den Betreiber von Kino.to wurde noch nicht gesprochen, dürfte sich aber in einem ähnlichen Ausmaß einfinden.

Google startet Google+
Der Bereich der Social Networks ist wegen der Dominanz des Platzhirschen Facebook mit Gewissheit hart umkämpft. Trotzdem haben sich die Entwickler des US-amerikanischen Internetkonzerns Google dazu entschlossen, mit Google+ ein eigenes Netzwerk zu starten. Gänzlich unerfahren war Google in diesem Bereich sicherlich nicht. Immerhin hat der US-Konzern im Februar 2010 schon das weniger erfolgreiche Soziale Netzwerk Buzz vorgestellt.


Mehrere Monate lang wurde darüber spekuliert, ob Google ein eigenes soziales Netzwerk, auf dem auch WinFuture.de angemeldet ist, im Stil von Facebook starten wird. Im Juni wurde Google+ dann offiziell vorgestellt. Den damals getroffenen Angaben zufolge haben die Entwickler über ein Jahr an diesem Angebot gearbeitet. Ähnlich wie es in der Anfangszeit von Google Mail der Fall war, wollte Google das Netzwerk zunächst nicht von allen interessierten Leuten testen lassen. Diesbezüglich war anfangs noch eine Einladung notwendig. Mit konkreten Informationen über die Nutzerzahlen hält sich Google zurück.

Kurz nach dem Start wurde jedoch bekannt, dass dort zwischen fünf und neun Millionen Menschen angemeldet sein sollen. Kurze Zeit später hieß es dann aus den Kreisen von Marktforschern, dass täglich über eine Million neue Nutzer hinzu kommen sollen. Den nächten großen Meilenstein von 50 Millionen Nutzern erreichte Google dann im September. Insgesamt hat der Internetkonzern dafür 88 Tage benötigt. Bei Facebook waren es hingegen 1325 Tage, bei Twitter 1096 Tage und bei MySpace 1046 Tage. Aktuell wird von gut 62 Millionen Nutzern ausgegangen. Hierbei handelt es sich um die Gesamtanzahl, wie viele Mitglieder davon tatsächlich aktiv sind ist ungewiss.

Anonymous & Lulzsec - Die Hacker sind da
Vermutlich könnte man den Aktivitäten von Anonymous einen eigenen Jahresrückblick widmen. Doch darum soll es an dieser Stelle nicht gehen. Zahlreiche Meldungen über neue virtuelle Angriffe gegen unterschiedliche Internetangebote wurden in diesem Jahr bekannt. Und in vielen Fällen zeigte sich entweder Anonymous oder Lulzsec dafür verantwortlich. So hat die Hacker-Gruppe Lulz Security beispielsweise Daten von Pron.com und dem US-Senat im Internet veröffentlicht. Auch vor Angriffen auf die Webseite des US-Geheimdienstes CIA schreckte man nicht zurück. Nach nur 50 Tagen war dann allerdings auch schon wieder Schluss. Lulzsec verkündete, dass man sich offiziell auflösen wird. LulzSecLulzsec Und auch Anonymous sorgte in diesem Jahr wieder für zahlreiche Schlagzeilen, indem zum Beispiel interne Dokumente der NATO oder im Rahmen des "Fuck FBI Friday" sensible Informationen veröffentlicht wurden. Auch die deutsche Partei NPD wurde von Anonymous ins Visier genommen. Nicht nur einmal konnten die Mitglieder der Aktivistengruppe die zugehörige Webseite der Partei erfolgreich lahmlegen. Sehr aktuelle Beispiele für Anonymous-Aktivitäten stellen die Angriffe auf den US-Nachrichtendienst Stratfor und den Online-Shop 'SpecialForces.com dar.

Selbstverständlich schaut die US-amerikanische Bundespolizei FBI einem solchen Treiben nicht tatenlos zu. Mitte des Jahres wurden daher 14 Personen verhaftet und insgesamt 35 Razzien durchgeführt. Betroffen waren damals Männer und Frauen im Alter zwischen 20 und 42 Jahren, die in den US-Bundesstaaten Alabama, Arizona, Kalifornien, Colorado, Florida, Massachusetts, Nevada, New Mexico, Ohio sowie im District of Columbia leben. Als Auslöser dafür wurden die DDoS-Angriffe auf den Online-Bezahldienstleister PayPal angegeben. Mit einem Werkzeug namens Low Orbit Ion Canon (LOIC) konnten sich Freiwillige an den Attacken gegen Webseiten beteiligen. Zu diesem Mittel griff Anonymous bei diversen Angriffen.

Firefox - Eine neue Version ist erhältlich
Die Entwickler von Mozilla haben in diesem Jahr eine weit reichende Entscheidung im Zusammenhang mit den Abständen zwischen den einzelnen Firefox-Versionen getroffen. Der Firefox 4, der innerhalb von 24 Stunden zwei Mal mehr Downloads als der Internet Explorer 9 verursachte, stellte das letzte große Release des freien Browsers dar. Das erklärte Jay Sullivan, Firefox-Produktmanager bei Mozilla, im März. Nicht nur in den Kreisen der Heimanwender sorgte das als Rapid-Release-Zyklus bezeichnete Verfahren teilweise für Unmut. Besonders in Unternehmen kann ein so kurzer Abstand zwischen den Ausführungen eines Browsers für Schwierigkeiten sorgen.

Den neu eingeschlagenen Kurs wollte dann später auch die Mozilla-Chefin Mitchell Baker verteidigen. Begründet wurde diese Entscheidung damit, dass es teilweise ein Jahr gedauert hat, bis eine neue Version zur Verfügung stand und die Nutzer des Mozilla-Browsers zuvor nicht von den Neuerungen profitieren konnten. Aus diesem Grund beschloss man, den Browser an die Geschwindigkeit des Internets anzupassen. Änderungen an Websites sind sofort für alle Besucher sichtbar - ähnlich sollte es auch bei den Browsern sein, glaubt die Mozilla-Chefin. Firefox 9Firefox 9 Mit kleinen Verbesserungen wurden dann im Juni der Firefox 5, im August der Firefox 6, im September der Firefox 7, im November der Firefox 8 und letztlich im Dezember der Firefox 9 veröffentlicht.

Als Partner an der Seite von Mozilla findet sich auch in der kommenden Zeit wie gehabt der Internetkonzern Google ein. Weiterhin wird Google als Standardeinstellung für das Suchfeld im Browser eingesetzt.

Guten Rutsch und ein Frohes Neues!
Und damit kommt auch der letzte Jahresrückblick von WinFuture.de zum Ende. An dieser Stelle bedanken wir uns bei allen Lesern für ein tolles Jahr 2011 und wünschen einen guten Rutsch in das neue Kalenderjahr. Wie gewohnt sind wir natürlich auch am 1. Januar wieder in bekannter Manier mit Neuigkeiten aus der IT-Welt zur Stelle.

Dieser Artikel ist Teil einer Serie von Jahresrückblicken, in denen unsere Redakteure bis zum Jahreswechsel ihre persönliche Sicht auf das vergangene Jahr darlegen. Auf der folgenden Seite bieten wir außerdem einen Überblick über die jeweiligen Top 10 der interessantesten und beliebtesten Beiträge der vergangenen zwölf Monate. Logo, Winfuture, Redesign, Punkte Logo, Winfuture, Redesign, Punkte
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