Internet-Betrüger geben sich als Polizei & GEMA aus

Microsoft warnt vor einer neuen Masche von Internet-Betrügern, die unter Verwendung von Logos und Namen der deutschen Bundespolizei und des Rechteverwerters GEMA versuchen, unvorsichtigen Anwendern das Geld aus der Tasche zu ziehen.

Wie das Microsoft Malware Protection Center (MMPC) in seinem Blog mitteilte, sind in den letzten Monaten vermehrt Beispiele für sogenannte "Ransomware" aufgetaucht, die mit großem Aufwand angepasst wurde, um den Eindruck zu vermitteln, sie stamme von deutschen, britischen, spanischen, niederländischen oder Schweizer Polizeibehörden oder der GEMA:

BILDERSTRECKE
Microsoft Ransomware Warnung Microsoft Ransomware Warnung Microsoft Ransomware Warnung


Die Malware verwendet Pop-Up-Meldungen mit Bannern und Logos der genannten Polizeibehörden oder der GEMA, in denen dem Nutzer vorgeworfen wird, auf seinem Rechner befänden sich Beweise für illegale Aktivitäten wie etwa kinderpornografisches Material oder den E-Mail-Kontakt zu terroristischen Organisationen.

Wird die Schadsoftware ausgeführt, sperrt sie den Computer des Nutzers und verlangt unter den oben genannten Vorwänden die Zahlung einer Strafe. Die Zahlung soll über einen Online-Bezahldienst durchgeführt werden. Die Ransomware wird unter anderem über Spam-Mails und manipulierte Websites vertrieben und in einem Paket mit weiteren Schadprogrammen verteilt.


Um auf das System der Anwender zu gelangen, nutzt die Software verschiedene Schwachstellen in Produkten wie dem Adobe Acrobat Reader, dem Adobe Flash Player, der Java Laufzeitumgebung und den Betriebssystemen Windows XP oder Windows Server 2003. Die Höhe des "Lösegelds" liegt zwischen 50 und 250 Euro.

Nach Angaben des MMPC sind fast ausschließlich deutsche Nutzer von der neuen Betrugsmasche betroffen. So wurde die Ransomware hierzulande auf rund 25200 Systemen gefunden, während es in Großbritannien nur gut 850, in Spanien 580 und anderen Ländern nur knapp 880 Fälle gab.
Mehr zum Thema: GEMA
Diese Nachricht empfehlen
Videos zum Thema
 
Schon traurig, dass die Leute auf sowas reinfallen...
 
[re:1] Anns am 23.12.11 18:42 Uhr
(+6
@nozz: Man muss aber sagen, das Betrüger schon sehr professionell vorgehen. Vor kurzem hatte ich eine Mail wo ich über eine Vertragsänderung meines Webspace Tarifes informiert worden bin. Sowohl der Anbieter als auch der Tarif in der Mail haben gestimmt! Da ich grundsätzlich keine Links in Mails anklicke, war mein Weg über die Adresse des Anbieters, wo nichts der gleichen stand. Von der Aufmachung her war es sehr professionell und hatte einen sehr seriösen Eindruck. Da hilft dir die meiste Erfahrung nichts mehr.
 
@Anns: Ich hatte eine ähnliche Mail meiner Bank, sehr professionell und sogar die Wortwahl war wirklich sehr gut. Einziger Fehler der Jungs war, die Mail ging an eine meiner Mail-Adressen, die gar nicht bei der Bank registriert ist. Aber ein Unerfahrener hätte das evtl. für echt befunden.
 
@nozz, du ich denke, das da niemand absichtlich drauf reinfällt. Ich denke, das es einfach unerfahrene oder ältere User sind, die auf solche Maschen reinfallen. Hier müssten einfach drastische Strafen her, wie wir es von Urheberrechtsverletzungen kennen. Aber das wird wohl nichts, da hier nur der "kleine" Mann getroffen wird...
 
@iPeople: Mails wo nicht explizit Mein Name oder Nickname drin steht, werden garnicht von mir beantwortet. Direkt in den Müllordner.


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen

Schreiben Sie uns Ihre Meinung, bewerten Sie Kommentare oder diskutieren Sie mit anderen WinFuture.de Lesern!

Melden Sie sich jetzt kostenlos an
oder verwenden Sie Ihren bestehenden Zugang.

Wöchentlicher Newsletter

Videos zum Thema

Literatur zum Thema Gema & Musik

Weiterführende Links

GEMA-Freie Musik

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles