Spy Files: Firma weist Überwacher-Vorwurf zurück

Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik Bildquelle: WikiLeaks
Durch die letzten Veröffentlichungen von Wikileaks fühlen sich einige Firmen in die falsche Ecke gedrängt. So unter anderem das Unternehmen Cellebrite. Wikileaks hatte im Rahmen der Aktion "Spy Files" begonnen, Unterlagen von Unternehmen zu veröffentlichen, die unter anderem mit Überwachungsmaßnahmen seitens der Regierungen ein Geschäft machen.
Auch Cellebrite wird in der Liste der Firmen aufgeführt, von denen Material bereitgestellt werden soll. "Wir weisen die Vorwürfe der 'Spy Files' von WikiLeaks aus Schärfste zurück. Ein auch nur kurzer Blick auf unser Unternehmensmaterial macht klar, dass Cellebrite in keiner Weise in die Überwachung von Bürgern oder der Cyber-Ausspähung involviert ist", erklärte das Unternehmen daraufhin in einer Stellungnahme.

Das Unternehmen entwickelt unter anderem das Universal Forensic Extraction Device (Universales Gerät für die forensische Extraktion - UFED), das Strafverfolgungsbehörden in die Lage versetzt, Beweisdaten aus Mobilgeräten zu erhalten und für die Beweisführung vor Gericht aufzubereiten.

Die Modelle der UFED-Produktfamilie von Cellebrite sind dafür da, Beweismittel wie Kontakte, Nachrichten, Bilder, Videos und GPS-Daten zu entnehmen. Dies aber kann nur geschehen, wenn das Gerät sich bereits als Teil der Beweiskette im Besitz ermittelnder Behörden befindet.

Ein UFED könne nicht benutzt werden, um die Bewegungen und Aktivitäten von Bürgern zu überwachen, so das Unternehmen. "Cellebrite ist stolz auf seine Rolle bei der Bekämpfung von Kriminalität. Wir haben bei der Lösung von Fällen des Kindesmissbrauchs, des Drogenhandels, der Steuerhinterziehung, bei der Terrorbekämpfung etc. geholfen", sagte Yossi Carmil, einer der Chefs der Firma.

An dem Beispiel zeigt sich allerdings der schmale Grad, auf dem sich Unternehmen in dieser Branche bewegen. Eine breites Spektrum der dort angebotenen Technologien lassen sich kaum eindeutig zuordnen. Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik Wikileaks, Julian Assange, Netzpolitik WikiLeaks
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