Sony: Abschied von selbstentwickelten Formaten
Robert Wiesenthal, Finanzchef der US-Landestochter Sonys, gab auf der UBS Media Conference einen Einblick in die veränderte Strategie des japanischen Elektronik- und Entertainment-Konzerns. Diese bricht durchaus mit einigen Paradigmen, die das Unternehmen bisher kennzeichneten.
Die wohl wichtigste Veränderung in der Mentalität des Konzerns liegt in der Abkehr von selbstentwickelten, proprietären Formaten und Plattformen. Das Unternehmen war lange dafür bekannt, in vielen Bereichen sein eigenes Süppchen zu kochen. Die Verlagerung vieler Prozesse auf die Plattform Internet, die ein hohes Maß an Interoperabilität verlangt, ließen Sony mit diesem Konzept aber immer häufiger scheitern.
Man sei nicht mehr länger mit der Idee verheiratet, alles selbst machen zu wollen, führte Wiesenthal nun aus. Dies sei auch die Grundlage dafür, auf Google zuzugehen und Android als Betriebssystem für verschiedene mobile Geräte in Betracht zu ziehen.
Aber auch in anderen Bereichen will Sony eventuell neue Wege gehen. Für Irritationen bei Kino-Betreibern dürfte die Idee sorgen, Filme bereits zum Kinostart auch auf anderen Kanälen, also beispielsweise als DVD und in Download-Shops zur Verfügung zu stellen. Dies soll es letztlich weniger attraktiv machen, abgefilmte Aufnahmen auf illegalen Plattformen im Netz anzusehen.
Aber auch im Musikgeschäft ist bei Sony ein Umbau geplant. Wie Wiesenthal ausführte, müssen Labels heute stärker als Publisher agieren und nicht mehr wie bisher in erster Linie als Produktionsfirmen. In dieses Konzept passt auch die kürzliche Übernahme von EMI Publishing.
Der Manager geht außerdem davon aus, dass sich im Online-Musikgeschäft eine noch stärkere Verschiebung hin zu Abo-Modellen abzeichnen wird. Er rechnet sogar damit, dass der mobile Zugang zu Streaming-Diensten demnächst ein Bestandteil von Mobilfunkverträgen wird und die Abogebühr dann bereits in der Grundgebühr enthalten ist.
Man sei nicht mehr länger mit der Idee verheiratet, alles selbst machen zu wollen, führte Wiesenthal nun aus. Dies sei auch die Grundlage dafür, auf Google zuzugehen und Android als Betriebssystem für verschiedene mobile Geräte in Betracht zu ziehen.
Aber auch in anderen Bereichen will Sony eventuell neue Wege gehen. Für Irritationen bei Kino-Betreibern dürfte die Idee sorgen, Filme bereits zum Kinostart auch auf anderen Kanälen, also beispielsweise als DVD und in Download-Shops zur Verfügung zu stellen. Dies soll es letztlich weniger attraktiv machen, abgefilmte Aufnahmen auf illegalen Plattformen im Netz anzusehen.
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