Protest gegen SOPA: Kaspersky verlässt die BSA

Logo, Kaspersky, Sicherheitsexperten Bildquelle: Kaspersky
Der russische Security-Dienstleister Kaspersky hat angekündigt, seine Mitgliedschaft in der Business Software Alliance (BSA) zum Jahreswechsel zu beenden. Hintergrund dessen ist die Unterstützung eines geplanten US-Gesetzes namens "Stop Online Piracy Act" (SOPA).
Die Regelung soll noch deutlich weiter gehen, als bisherige Regelungen zur Eindämmung von Urheberrechtsverletzungen im Internet. Durch das Gesetz wären Provider faktisch gezwungen, den Datenverkehr ihrer Nutzer mitzulesen und bei dem Verdacht auf Urheberrechtsverletzungen zu blockieren.

Weiterhin müssten sie Webseiten, die auch nur unter den Verdacht fallen, Links zu unrechtmäßig angebotenen Inhalten zu enthalten, sperren. Betreiber von Suchmaschinen, Social Networks, Foren und vielen anderen Angeboten, deren Inhalte nicht ausschließlich durch redaktionelle Arbeit entstehen, dürften so massive Probleme bekommen.

Die BSA, die als Branchenverband großer Software-Hersteller schon immer eine umfangreiche Lobby-Arbeit zur Verschärfung des Vorgehens gegen Urheberrechtsverletzungen betrieb, unterstützte das Gesetzesvorhaben bisher. Erst vor einigen Tagen erklärte die Organisation, dass man von der bisherigen Position abrückt und Bedenken habe. Dieser Sinneswandel soll vor allem auf das Wirken Microsofts zurückzuführen sein.

Während der Redmonder Software-Konzern offenbar versucht, die Position des Verbandes insgesamt zu verändern, zieht man bei Kaspersky andere Schlussfolgerungen. "Kaspersky möchte klarstellen, dass das Unternehmen nicht an der Ausarbeitung und an Beratungen über die SOPA-Initiative beteiligt war und diese auch nicht unterstützt", hieß es nun in einer Stellungnahme.

"In unserem Unternehmen ist man vielmehr der Überzeugung, dass die SOPA-Initiative dem öffentlichen Interesse entgegensteht, und hat daher entschieden, die Mitgliedschaft in der BSA ab dem 1. Januar 2012 nicht weiterzuführen", erklärte Kaspersky weiter. Das Unternehmen steht damit in einer Reihe mit zahlreichen anderen IT-Unternehmen, die gegen das Gesetz Widerstand leisten, darunter Google, Facebook, eBay, Yahoo und Mozilla. Aber auch das EU-Parlament hat bereits offiziell protestiert. Logo, Kaspersky, Sicherheitsexperten Logo, Kaspersky, Sicherheitsexperten Kaspersky
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