Olympus-Report: Management "faulig bis zum Kern"

Logo, Olympus, Kamera Hersteller Bildquelle: Olympus
Die Untersuchungs-Kommission, die in den letzten Wochen die Finanzen des japanischen Kameraherstellers Olympus prüfte, hat nun ihren Bericht vorgelegt. Dieser zeigt das wahre Ausmaß der Bilanzmanipulationen in einem Zeitraum von fast 20 Jahren.
Doch die gute Nachricht zuerst: Wie die Prüfer mitteilten, hätten sich keine Hinweise darauf gefunden, dass die Vorgänge mit der organisierten Kriminalität in Verbindung zu bringen sind. Der Verdacht, die Yakuza sei an den Vorgängen beteiligt, war kurz nach dem Bekanntwerden der massiven Manipulationen aufgekommen.

Der Bericht kommt allerdings zu dem Schluss, dass das bisherige Top-Management von Olympus "faulig bis in seinen Kern" war und auch die unter ihm stehenden Management-Ebenen mit in den Sumpf gezogen habe. Durch Fehler von Buchprüfern, aber auch unter Mithilfe von Banken in Europa und Singapur, sei es ihm gelungen, Verluste von insgesamt 1,7 Milliarden Dollar zu verschleiern. Die Fehlbeträge wurden in den Bilanzen versteckt, indem Ausgaben für Übernahmen und Beraterhonorare aufgebläht wurden.

Das neue Top-Management des Konzerns teilte mit, dass man den vorliegenden Bericht so annehme. Jetzt gehe es darum, sicherzustellen, dass die japanische Börsenaufsicht die Olympus-Aktie nicht vom Handel an der Börse ausschließe. Von dieser war bereits das klare Signal gekommen, dass nur eine konsequente Aufarbeitung der Finanzen dafür sorgen kann, dass die Firma gelistet bleibt.

Die Prüfer kamen weiterhin zu dem Schluss, dass sich die Verantwortlichkeit für die Bilanzmanipulationen letztlich auf einen kleinen Kreis um den heute 75-jährigen Masatoshi Kishimoto beschränkt, der im Jahr 1993 die Leitung des Unternehmens übernahm. Die Anleger erwarten nun, dass diese sich vor Gericht verantworten und zumindest so weit es geht auch finanziell für die entstandenen Schäden geradestehen müssen.

Die Bilanzmanipulationen kamen ans Licht, als im Oktober der gerade erst neu hinzugekommene Konzernchef Michael C. Woodford vom Aufsichtsrat wieder gefeuert wurde, nachdem er begann unangenehme Fragen zu stellen. Die Aktionäre wurden aufmerksam und übten zunehmend Druck aus, bis die Vorgänge nicht mehr länger verschleiert werden konnten. Logo, Olympus, Kamera Hersteller Logo, Olympus, Kamera Hersteller Olympus
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