Datenzentrum: Strom & Kühlung mit Mikroturbinen

Server, Datenzentrum, AT&T Bildquelle: David Jones / Flickr
An der University of Toledo wird ein neues Datenzentrum gebaut, dessen Energie-Konzept es weitgehend unabhängig von einer externen Stromversorgung machen soll. Außerdem werde der Energiebedarf nur etwa die Hälfte dessen betragen, was andere Anlagen ähnlicher Größenordnung benötigen.
Das Datenzentrum verfügt über sein eigenes kleines Kraftwerk, das aus mehreren so genannten Mikro-Turbinen besteht. Diese werden mit Erdgas betrieben. Für den Fall eines Ausfalls der Treibstoffversorgung steht ein Tank mit herkömmlichem Propangas als Ersatz zur Verfügung. Ein Anschluss ans Stromnetz dient erst als dritte Absicherung - und der Einspeisung von Strom-Überschüssen in die allgemeine Infrastruktur.


Ein weiteres wichtiges Element in dem Energiekonzept ist natürlich die Kühlung der Server und die Nutzung der Abwärme der Turbinen. Die Hitze der Abgase der Turbinen wird zum Teil zum Heizen der angegliederten Büros genutzt, im Wesentlichen aber über einen Wärmetauscher in einen Kühlkreislauf eingebracht. Dort treibt sie einen Absorptionskühler an. Dieser reduziert wiederum die Temperatur des Kühlwassers für die Server und sorgt bei Bedarf auch gleich für die Büroklimatisierung.

Die Konstruktion dieses Systems erfolgte in erster Linie durch IBM in Zusammenarbeit mit mehreren Spezial-Firmen, wie beispielsweise den Bau-Spezialisten GEM und Thermax USA, einem Experten für Klimatisierungs-Systeme. Bei der Planung des Datenzentrums arbeitete die Universität außerdem mit Ohio Third Frontier zusammen, einer staatlichen Einrichtung, deren Aufgabe es ist, Hochtechnologie-Projekte voranzutreiben.

Eine stetige Optimierung von Konzepten zur umweltfreundlichen Energieversorgung und Kühlung steht seit einigen Jahren im Mittelpunkt der Entwicklung von Datenzentren. Hintergrund dessen ist die Tatsache, dass vor einigen Jahren ein Punkt erreicht wurde, an dem nicht mehr der Bau und die Ausstattung mit Hardware zum wesentlichen Kostenfaktor wurden, sondern der Strombedarf. Seitdem entstanden zahlreiche Konzepte wie die Standortsuche in klimatisch kühlen Regionen, um die Außenluft zur Kühlung nutzen zu können, oder aber die Ankoppelung an Wasserkraftwerke, die preiswerten Öko-Strom bereitstellen können. Server, Datenzentrum, AT&T Server, Datenzentrum, AT&T David Jones / Flickr
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