Windows 8: PCs mit ARM-CPU kommen Herbst 2012

Der US-amerikanische Chiphersteller Qualcomm geht davon aus, dass in ungefähr einem Jahr die ersten PCs mit Windows 8 verfügbar sein werden, bei denen statt der bisher üblichen x86-Prozessoren von Intel und AMD ARM-SoCs wie die hauseigene Snapdragon-Serie zum Einsatz kommen.

Qualcomm arbeitet bekanntermaßen schon seit geraumer Zeit mit Microsoft daran, Windows 8 auch auf Tablets mit ARM-Prozessoren anzubieten. Diese stromsparenden Chips bilden schon jetzt die Basis der populärsten Smartphones und Tablets, sie werden also zum Beispiel bei Apples iPad und dem Samsung Galaxy S2 verbaut.

Paul Jacobs, CEO von Qualcomm, erwartet die Einführung der meisten Produkte mit Windows 8 nach Ende September 2012, sagte er während eines Treffens mit Investoren laut dem US-Branchendienst 'Cnet'. "Windows 8 ist eine große Chance," so Jacobs weiter. Dies gilt seiner Auffassung nach auch für "richtige" PCs, also Notebooks und Desktop-Systeme, die dann auch mit ARM-Chips erhältlich sein sollen.


Als Basis für Tablets und Notebooks mit Windows 8 will Qualcomm seine neuen Snapdragon S4 Plattformen anbieten. Diese werden in einem 28-Nanometer-Prozess gefertigt und bieten mindestens zwei Rechenkerne mit Taktraten von 1,5 bis 2,5 Gigahertz, die zusammen mit einer mehrkernigen Grafikeinheit in einem einzigen Chip untergebracht sind. Hinzu kommt in vielen Fällen auch noch ein mobiles Breitbandmodem, das den Zugang zu 3G- und 4G-Netzen ermöglicht.

Anlässlich der Entwicklerkonferenz BUILD Windows hatten Microsoft und Qualcomm bereits erste Prototypen und Referenzdesigns für Tablets mit ARM-Prozessoren und Windows 8 gezeigt. Der Vorteil der ARM-Chips liegt vor allem in ihrem vergleichsweise niedrigen Energiebedarf. Außerdem werden die Prozessoren wahrscheinlich zu günstigeren Preisen erhältlich sein als Intels im Vergleich wesentlich teurere x86-Prozessoren. Es gibt jedoch Zweifel, ob die ARM-Plattformen die Nutzer unter Windows 8 in Sachen Leistung wirklich zufrieden stellen können.
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ob sie zufriedenstellend bzgl Leistung sein werden, hängt denke ich mal sehr stark vom Einsatzgebiet der Systeme ab. Auch denke ich wird es da viele verschiedene Abstufungen und Versionen geben mit dementsprechend unterschiedlicher Leistung und Leistungsaufnahme. Mal abwarten was so kommt. Im schlimmsten Falle belebt es den Markt durch Innovationen, was ja auch gewissermaßen positiv ist :)
 
Mal aus der Sicht des typischen Windows Klickers ganz einfach gefragt: kann der ARM Käufer damit dann überhaupt noch seine Programme benutzen, die er in den vergangenen Jahren für viel Geld gekauft hat? Windows Spiele, Nero, Photoshop, irgendwelche Kaufvirenscanner die ja alle bloß Binarys für die Intel kompatible x86 Plattform sind? Schätze, dass es da noch eine Menge Käufer geben wird, die dumm aus der Wäsche gucken, wenn ihre teuer gekaufte x86 Binary Software nicht mehr läuft.
 
@Feuerpferd: Die meisten Programme werden nicht auf ARM-Geräten laufen. Allerdings ist es für Softwareanbieter voraussichtlich recht einfach ihre Software für ARM neu zu komplieren. Daher kann man davon ausgehen, dass recht schnell ARM-Versionen der Programme zu Verfügung stehen. Allerdings wohl meist nur für aktuelle Programmversionen. Software die z.B. in .Net geschrieben wurde sollte aber sofort auf ARM Geräten laufen. Ausserdem denke ich mal kaum dass ARM Geräte als Dektop-PC im großen Stil in den üblichen Consumer-Märkten und ähnlichem angeboten werden, daher wird sich das Problem für den unerfahrenen Otto-Normalverbraucher kaum stellen. Tablets schon eher, aber auch da werden wohl die meisten eh nicht devon ausgehen dass ihre alten Anwendungen auf den Tablets laufen werden.
 
@Feuerpferd: aus dem Grund hätte ich jetzt auch gedacht das für Desktop Systeme Boards entwickelt werden die ne ARM und ne x86 CPU verwenden können .. die ARM für nen Stromsparmodus wo die x86 zugeschaltet wird wenn die Leistung benötigt wird bzw die Programme es fordern .. das wär für mich der nächste logische Schritt. aber eine ARM alleine ?? das geht doch in die Hose.
 
@HazardX: Der Punkt wird aber sein, dass kommerzielle Programme fürs Geld verdienen der Hersteller da sind. Der Programm Anbieter wird also wohl gerne mal erneut Geld verlangen. Also einfach so die gekauften x86 Binarys der Windows Spiele, Nero, Photoshop, usw. benutzen ist nicht. Ist im Prinzip wie ein Umstieg auf Linux oder besser. Das alte gekaufte Zeug ist damit erst mal zur wertlosen Altlast geworden. Manche werden erst aufwachen wenn es zu spät ist. Oder die ARM Kisten dann einfach postwendend zurückgeben. Die Inkompatibilität wird jedoch wohl auf noch mehr Unverständnis stoßen, als damals, als Windows Klicker Linux Netbooks gekauft hatten und dann festgestellt haben, dass Linux kein Windows ist.


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