Microsoft-Anleger fühlen sich nicht ernst genommen

Microsoft, Ceo, Steve Ballmer Bildquelle: Microsoft
Der Applaus war doch eher verhalten, als gestern die Jahreshauptversammlung des Software-Konzerns Microsoft zu Ende ging. Zwar konnte die Unternehmensführung ein Rekordergebnis für das letzte Geschäftsjahr präsentieren, die Anteilseigner wollten aber eigentlich ganz andere Dinge wissen.
So sorgte es für reichlich Unmut, als die offene Fragerunde mit dem Aufsichtsratsvorsitzenden Bill Gates und Konzernchef Steve Ballmer bereits nach etwa 15 Minuten beendet wurde. Immerhin bietet sich den Aktionären nur einmal im Jahr die Möglichkeit, etwas tiefer nachzubohren, wie es denn wirklich um das Unternehmen bestellt ist.

"Es ist mir schleierhaft, wie jemand, der das Geschäft so gut kennt wie diese Leute so zaghaft sind, wenn es um einen tieferen Dialog mit den Besitzern des Unternehmens geht", zitierte das Magazin 'MSNBC' Larry Dohrs, der die Investmentfirma Newground Social Investment auf der Veranstaltung vertrat. "Gebt uns eine Stunde extra und zeigt das Selbstbewusstsein, das andere Management-Teams auf ihren Hauptversammlungen ausstrahlen."

Es ist durchaus nicht unüblich, dass die offenen Fragerunden recht kurz gehalten werden. Aber es gibt eben auch andere Beispiele. Apple und Google räumen ihren Aktionären beispielsweise mehr Zeit ein. Warren Buffett und Charlie Munger, die Chefs von Berkshire Hathaway und regelrechte Legenden in der US-Investmentszene, sitzen trotz ihres Alters von über 80 Jahren ebenfalls stundenlang ohne Pause auf der Bühne und beantworten geduldig alle Fragen der Anleger.

So hätte es Gates und Ballmer wohl gut zu Gesicht gestanden, einen Schritt auf die Aktionäre zuzugehen. Immerhin herrscht unter ihnen durchaus Sorge. So stagniert die Entwicklung des Aktienkurses seit zehn Jahren. Und Microsoft scheint längst nicht mehr das dominante Unternehmen in der IT-Branche zu sein, dass es einmal war. Längst drängen sich alte und neue Rivalen in den Vordergrund.

"Ballmer spricht über Tablets und Telefone, als wäre es eine neue Sache. Apple hat das aber schon seit Jahren. Meine Enkelin weiß nicht einmal mehr, was Microsoft eigentlich macht", beklagte sich Bill Parker, ein Kleinaktionär aus Cashmere, gut zwei Autostunden von Redmond entfernt. Seine Aktien, die er bei Microsofts Börsengang im Jahr 1986 kaufte, wolle er aber trotzdem nicht verkaufen. Immerhin finanzieren sie den Universitätsbesuch seiner Enkel und noch sendet Microsoft ja jährlich einen Scheck mit der Dividende. Microsoft, Ceo, Steve Ballmer Microsoft, Ceo, Steve Ballmer Microsoft
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