TouchPad: HP soll Android-Quellcode veröffentlichen

Tablet, Hp, Touchpad Bildquelle: Hewlett Packard
Der Linux-Entwickler Oleg Drokin hat den Computer-Konzern Hewlett-Packard nun über einen Anwalt auffordern lassen, ihm die Quellcodes einer offenbar experimentellen Android-Portierung auf das TouchPad-Tabet zu überlassen. Zuvor waren mehrere andere Kontaktversuche gescheitert.
Drokin arbeitet selbst am CyanogenMod-Projekt mit, dass an einer Android-Portierung für das Touchpad arbeitet. Dort ist man der Ansicht, dass ein Einblick in die Anpassungen des Kernels, die von HP-Entwicklern mit guten Kenntnissen über die Architektur des TouchPads vorgenommen wurden, eine deutliche Hilfe für die eigene Arbeit wären.

HP weigert sich jedoch bisher den Quellcode herauszugeben und beruft sich darauf, dass das TouchPad keine offizielle Android-Unterstützung bietet. Das Unternehmen liefere die Geräte nicht mit dem freien Betriebssystem aus und müsse sich damit auch nicht an die in der GPL für einen solchen Fall vorgesehene Verpflichtung zur Bereitstellung der veränderten Quellcodes halten, hieß es in Antworten auf entsprechende Anfragen (Dokumentation des Schriftverkehrs zwischen CyanogenMod-Entwicklern und HP).

Allerdings sollen vor einiger Zeit doch einige TouchPads im Handel aufgetaucht sein, die Android enthielten. Hierbei handelte es sich offenbar um einen Fehler seitens des Herstellers - immerhin geht es um lediglich vier bekannt gewordene Einzelfälle. Drei entsprechende Geräte tauchten in den USA bei den Handelsketten WalMart und BestBuy auf, ein weiteres in einer Münchener Saturn-Zentrale.

Dies genügt Drokin, dessen Arbeit auch in dem in Android verwendeten Linux-Kernel enthalten ist. Seiner Ansicht nach hat HP das Betriebssystem öffentlich bereitgestellt und ist damit verpflichtet, auch die veränderten Quellcodes öffentlich zu machen. Alles andere wäre in seinen Augen eine klare Verletzung der GPL-Bestimmungen.

Seine Anwälte setzten HP nun eine Frist bis zum 23. November, um die Quellcodes an die Community zu übergeben. Sollte der Konzern nicht auf die Forderungen eingehen, wolle man weitere rechtliche Schritte einleiten. "Wir sind vollständig darauf vorbereitet, Herrn Drokins Rechte zu verteidigen", so das anwaltliche Schreiben. Tablet, Hp, Touchpad Tablet, Hp, Touchpad Hewlett Packard
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