Google: Microsofts Patentkrieg bremst Innovation

Usa, USPTO, United States Patent and Trademark Office Bildquelle: USPTO
Ein für Google tätiger Anwalt hat Microsoft für seine Taktik kritisiert, durch den Abschluss von Patentabkommen mit den Herstellern von Android-basierten Geräten am Erfolg des Smartphone- und Tablet-Betriebssystems mitzuverdienen. In einem Interview mit dem 'San Francisco Chronicle' erklärte Tim Porter, Patentanwalt von Google, dass Microsoft mit seinem Vorgehen versuche, Geld aus dem Erfolg der Produkte anderer Firmen zu schlagen, weil die Eigenen im Markt nicht mehr erfolgreich sind. Der Softwarekonzern habe diese Taktik in der Vergangenheit zum Beispiel im Kampf gegen Linux eingesetzt, so Porter.

Derzeit würden die Produkte von Microsoft "an den Rand gedrängt", weshalb die Redmonder ihr großes Patentportfolio nutzen, um Einnahmen aus dem Erfog von Anderen zu ziehen. Hintergrund sei, dass sich die Hersteller entscheiden müssen, ob sie sich vor Gericht mit Microsoft auseinandersetzen, oder lieber eine Übereinkunft anstreben sollen. Es sei nämlich oft unklar, was genau bestimmte Patente abdecken, bis ein Gericht dies in einem Verfahren klärt.

Für die Gerätehersteller sei Microsofts Drohung mit Klagen wegen möglicher Patentverletzungen vor allem eine Art Ablenkung, die dazu führt, dass sie letztlich weniger Aufwand in Innovationen stecken können. Google wirft Microsoft seit geraumer Zeit vor, aus niederen Beweggründen gegen Android und die Hersteller der damit ausgerüsteten Geräte vorzugehen.

Die Redmonder pochen darauf, dass es vor allem darum geht, sein rechtmäßiges geistiges Eigentum zu schützen. Inzwischen verdient Microsoft durch diverse Patentabkommen an mehr als der Hälfte der in den USA verkauften Android-Smartphones mit. Für jedes verkaufte Telefon oder Tablet kassiert der Softwarekonzern angeblich zwischen fünf und 12 US-Dollar Lizenzgebühren. Usa, USPTO, United States Patent and Trademark Office Usa, USPTO, United States Patent and Trademark Office USPTO
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