Nutzer nehmen Internet als Demokratie-Tool wahr

Menschen, Demokratie, Leute Bildquelle: Javi S&M / Flickr
Die Vielzahl von Kommunikations-Diensten, die das Internet ermöglicht, führt dazu, dass die Infrastruktur als Instrument zur Förderung der Demokratie wahrgenommen wird. Dies geht aus einer repräsentativen Studie des IT-Branchenverbandes BITKOM hervor.
So sagen 64 Prozent der Internetnutzer ab 14 Jahren, das Netz trage zu mehr Demokratie bei. Dies entspricht rund 32 Millionen Menschen. "Breite Bevölkerungsschichten halten das Internet für ein wertvolles Instrument zur Bereicherung der Politik", resümierte BITKOM-Präsident Dieter Kempf das Umfrageergebnis. Die mehrheitlich positive Bewertung gelte unabhängig von Alter, Geschlecht oder Bildungsstatus.

44 Prozent der Internetnutzer sagen darüber hinaus, das Netz ermögliche ihnen persönlich, Politik mitzugestalten. Dieser Meinung ist vor allem die junge Generation von 14 bis 29 Jahren (zu 57 Prozent). Die wenigsten Möglichkeiten zur eigenen politischen Mitgestaltung per Web sehen die 50- bis 64-jährigen User (zu 24 Prozent).

"Politiker können das Internet einsetzen, um die Menschen zum Mitmachen bei politischen Aktionen zu bewegen und die zunehmende Distanz zwischen Staat und Gesellschaft zu verringern", so Kempf. Sämtliche Parteien und so gut wie alle Spitzenpolitiker sind inzwischen in sozialen Netzwerken wie Facebook, StudiVZ und Twitter mit eigenen Profilen vertreten.

Allerdings gibt es hier auch noch große Mängel am Verständnis der jeweiligen Plattformen. Nur wenige Politiker haben bisher verstanden, dass sie in sozialen Netzen nur erfolgreich agieren können, wenn sie auf Augenhöhe mit den anderen Nutzern diskutieren. Häufig werden die Netzwerke einfach nur als weiterer Kanal gesehen, um die eigenen Ansichten und Stellungnahmen unters Volk zu bringen.

Das Internet bietet aber auch in der Kommunalpolitik zahlreiche Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung. Nutzer könnten hier online mitteilen, wo sie der Schuh drückt, mit Bürgerhaushalten könnten kommunale Finanzen besser gemanagt werden. "Das Internet ist nicht nur auf Bundesebene, sondern auch in den Gemeinden ein ausgezeichnetes Mittel gegen Politikverdrossenheit", so Kempf. In der Praxis bedarf es allerdings noch einiger Entwicklung, bis es wirklich soweit ist. Menschen, Demokratie, Leute Menschen, Demokratie, Leute Javi S&M / Flickr
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