Facebook lässt deutsche Social Networks ausbluten

Facebook, Social Media, Flickr Bildquelle: Matt Hamm / Flickr
Das weltweit größte Social Network Facebook zieht auch in Deutschland weiterhin scharenweise neuer Nutzer an. Die hierzulande entwickelten Angebote haben hingegen das Nachsehen. Das besagen aktuelle Zahlen des Monitoring-Unternehmens ComScore, die dem Magazin 'Meedia' exklusiv vorliegen.
Quasi alle größeren deutschen Social Media-Angebote mussten massive Einbußen hinnehmen, während die global agierenden Dienste, die ursprünglich vor allem aus den USA stammen, kräftig zulegen. Besonders hart trifft es die VZ-Netze. Diese kamen im September zusammen noch auf rund 8 Millionen einzelne Besucher und haben damit binnen zwölf Monaten die Hälfte ihrer Nutzer verloren.

Facebook ist auch unter deutschen Nutzern unangefochten die Nummer Eins: 37,64 Millionen Besucher wurden hier im September verzeichnet. Das sind immerhin 43 Prozent mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das zweitgrößte unter den Einzelangeboten liegt weit abgeschlagen dahinter: Wer-kennt-wen mit 5,21 Millionen Besuchern und einem Rückgang um 28,8 Prozent im Jahresvergleich.

MySpace kann sich in Deutschland immerhin noch über einen dritten Platz freuen. Der schon lange im Niedergang begriffene ehemalige Marktführer konnte im September noch 4,84 Millionen Nutzer anziehen. Vergleichsdaten liegen hier allerdings nicht vor.

Vergleichsweise gut behauptete sich noch Xing. Der deutschen Plattform kommt dabei wohl ihre spezielle Ausrichtung auf den Business-Bereich zugute, wo internationale Kontakte im Alltag nur bei einer Minderheit eine Rolle spielen. Das Netzwerk steht mit 4,06 Millionen Besuchern, das sind lediglich 1,7 Prozent weniger als im Vorjahr, auf Rang 4.

Auf den folgenden Plätzen finden sich Jappi (-14,7 Prozent) und StayFriends (-57 Prozent) wieder. Den stärksten Absturz unter den Einzelangeboten erlebte StudiVZ. Dieses kam noch auf 2,16 Millionen Besucher - 74,5 Prozent weniger als im Vorjahr. Das bringt die Plattform auf Rang 12. Der besonders heftige Einbruch dürfte durchaus auch damit zusammenhängen, dass Facebook ursprünglich als Plattform für Studenten entwickelt wurde und sich in dem Bereich besonders gut durchsetzen konnte.

Twitter konnte seine Nutzerbasis um 22,3 Prozent erweitern und kam im September mit 3,38 Millionen Besuchern inzwischen auf Platz 9. Das stärkste Wachstum im deutschen Bereich des Webs erlebte das Blog-Netzwerk Tumbler: Dessen Nutzerzahlen stiegen um 289,5 Prozent auf 1,75 Millionen und brachten das Angebot auf Platz 15.

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