Amazon: Wachstum! - Koste es, was es wolle

Amazon, Logo, Versandhandel Bildquelle: DPA
Der Online-Handelskonzern Amazon investiert weiter massiv in sein Wachstum und die Konfrontation mit Konkurrenten. Dabei droht das Unternehmen seine Anleger zu verärgern. Denn das Management ist offenbar durchaus bereit, Verluste und einen sinkenden Aktienkurs hinzunehmen, wenn denn nur die eigene Position am Markt weiter ausgebaut werden kann.
Die Strategie zeigt sich unter anderem beim Kindle Fire, dem Tablet-System, mit dem Amazon gegen das iPad antritt. Dieses wird zu einem Preis von 199 Dollar angeboten und unterbietet die Anschaffungskosten eines Apple-Tablets um mehr als die Hälfte. Dabei nimmt das Amazon-Management in Kauf, dass der Konkurrent satte Gewinne mit seinen Geräten macht, während jedes Verkaufte Kindle Fire erst einmal 10 Dollar Verlust bedeutet.

Man hofft, dass eine ausreichend hohe Zahl verkaufter Geräte dann dazu führt, dass die Nutzer darüber E-Books, Musik und Filme kaufen - und eben mittelfristig für Einnahmen sorgen, mit denen die Hardware an sich dann quersubventioniert wird.

Aber auch in verschiedenen anderen Bereichen geht es dem Management erst einmal darum, sich mit aller Macht gegen die Konkurrenz durchzusetzen und Kunden an sich zu binden. Bei der Vorlage der aktuellen Geschäftszahlen für das abgeschlossene dritte Quartal drückte sich dies auch darin aus, dass man vorsorglich darauf hinwies, dass man das angelaufene Weihnachtsquartal durchaus mit einem Verlust abschließen könnte. Die Hauptsache ist erst einmal, dass die absehbare Flut an Produktbestellungen möglichst in so großer Perfektion abgewickelt wird, dass die Kunden dann irgendwann gar nicht mehr auf die Idee kommen, einen anderen Händler auszuprobieren.

Die Vorbereitungen darauf sind mit entsprechenden Investitionen längst angelaufen. Dies führte dazu, dass Amazons Nettogewinn im dritten Quartal lediglich bei 63 Millionen Dollar oder 14 Cent je Aktie lag - das sind 73 Prozent weniger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Damit wurde die Prognose der Analysten, die auf 24 Cent je Aktie hofften, sehr deutlich verfehlt.

Hinsichtlich des Wachstums zahlt sich dieser Kurs durchaus aus: Den Umsatz konnte Amazon im Jahresvergleich um satte 44 Prozent auf 10,9 Milliarden Dollar steigern. "Wir haben viel zusätzliche Kapazität aufgebaut, um dieses Wachstum erreichen zu können", erklärte Amazons Finanzchef Tom Szkutak. So errichtete Amazon allein in den letzten drei Monaten 17 neue Vertriebszentren und baute auch die Infrastruktur für seine Cloud-Dienste weiter aus.

An der Börse, wo eher kurzfristig gedacht wird und unerwartet schlechte Zahlen - insbesondere beim Gewinn - für Unruhe sorgen, löste die aktuelle Entwicklung durchaus etwas Panik aus. Im nachbörslichen Handel verlor Amazon rund 20 Milliarden Dollar an Wert. Allein das Vermögen des Firmengründers Jeff Bezos schmolz um 4,67 Milliarden Dollar zusammen. Dieser sitzt aber selbst am Steuer und scheint sich sicher zu sein, dass der langfristig angestrebte Erfolg weit mehr Wert haben wird. Amazon, Logo, Versandhandel Amazon, Logo, Versandhandel DPA
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