Frankreich verbietet Nintendo-DS-Kopiermodule

Das zweithöchste Gericht Frankreichs hat eine Entscheidung aus niedrigerer Instanz zurückgenommen und gab Nintendo Recht. Damit sind Module, die zum Kopieren von DS-Spielen benutzt werden, in Frankreich nun illegal.

Vor zwei Jahren hatte ein französisches Gericht noch zu Gunsten von Herstellern von Flash-Karten geurteilt. Im Dezember 2009 wurde die französische Firma Divineo freigesprochen, der zuständige Richter meinte damals, dass Entwickler das Recht hätten, in Eigenregie Software für den Nintendo DS schreiben zu dürfen. Deshalb würden Flash-Module wie R4 auch nicht gegen geltendes Recht verstoßen.

Das Appellationsgericht in Paris hob diese Entscheidung in höherer Instanz auf, damit gelten Module wie die R4-Karte als illegal. Nintendo hatte Divineo und fünf andere Händler verklagt, die Firmen müssen nach der aktuellen Entscheidung mehr als 460.000 Euro Strafe und rund 4,8 Millionen Schadenersatz an Nintendo zahlen. Nähere Details sind nicht bekannt, allerdings wurden offenbar gegen mehrere Beteiligte Bewährungsstrafen ausgesprochen. Nintendo-DS-Kopier-Modul R4 In Frankreich wie in Deutschland verboten: Kopier-Module wie R4 In einem Statement zeigte sich Nintendo Frankreich von der Entscheidung naturgemäß sehr erfreut: "Frankreich reiht sich in die Front derjenigen Länder ein, die eine starke Rechtsposition gegen Produktpiraterie einnehmen", heißt es in der Stellungnahme des japanischen Konzerns. " Von der Entscheidung des Gerichtshofs geht eine unmissverständliche Botschaft an alle französischen Unternehmen aus, die mit solchen Geräten Handel treiben: Solche Aktivitäten sind illegal und werden nicht toleriert."


Angefangen hatte die Causa vor rund vier Jahren: Im Dezember 2007 und im November 2008 waren bei Razzien an zahlreichen Standorten in Paris, Marseille und Straßburg mehrere Tausend Adapter sichergestellt worden. Speicherkarten dieser Art sind in Deutschland, den Niederlanden, Großbritannien, Italien und Belgien bereits länger verboten, auch in Japan und Australien konnte Nintendo ein Verbot durchsetzen.

Die R4-Karten werden in China produziert. Sie lassen sich wie ein originales Steckmodul in die Nintendo-DS-Spielekonsole einsetzen. Die Software selbst wird vom Anwender über eine SD-Karte in das Modul eingesetzt.
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Ob es einem passt oder nicht, die Dinger haben den DS Boom erst ausgelöst.
 
@Anns: Demnach hätte die PSP auch "boomen" müssen. Edit: Warum Minus? Wenn ihr schon aus unersichtlichen Gründen klickt, dann habt auch die Eier und sagt warum oO
 
[re:2] Anns am 05.10.11 17:10 Uhr
(+5
@cronoxiii: Es war durchaus möglich die PSP zu knacken, aber auch durchaus schwerer. Bei den DS Modulen gab es nichts zu verstehen, da nichts geflashed werden musste.
 
@Anns: Zumindest später. Aber wirklich schwer ist es bei der PSP auch nicht und wers wirklich will schafft das auch relativ ohne Probleme, aber du hast schon recht, die ganzen Leute die zwei Linke Daumen haben sind davon schon abgeschreckt.
 
@cronoxiii: Allgemein Mütter und nicht technsich visierte sind abgeschreckt gewesen. Grundsätzlich würde ich den DS als Kinderfreundlicher bezeichnen als die PSP.


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