EU-Kommission beendet Untersuchung gegen IBM

Ibm, Supercomputer, Watson Bildquelle: IBM
Die EU-Kommission will ihr Wettbewerbsverfahren gegen den IT-Konzern IBM einstellen. Die Untersuchung wurde aufgrund von Beschwerden einiger IT-Dienstleister eingeleitet. Diese haben ihre Eingaben allerdings zurückgezogen, nachdem IBM ihnen gegenüber Zugeständnisse machte.
Bei den Beschwerdeführern handelte es sich um Firmen, die Wartungsdienste für Mainframes anbieten. Diese bemängelten, dass IBM seine marktführende Stellung als Systemlieferant nutzt, um externen Dienstleistern das Leben schwer zu machen und sich selbst lukrative Folgeaufträge im Services-Bereich zu sichern.

IBM sicherte im Zuge der Auseinandersetzung nun zu, über die nächsten fünf Jahre hinweg zu gewährleisten, dass bestimmte Ersatzteile und technische Informationen zu angemessenen und nichtdiskriminierenden Bedingungen verfügbar sind. Die kleineren Konkurrenten nahmen ihre Beschwerden daraufhin zurück.

"Ich begrüße die Bereitschaft von IBM, auf unsere Bedenken hinsichtlich des fairen Wettbewerbs auf dem Markt für Großcomputer einzugehen. Großcomputer sind für das Funktionieren der heutigen Wirtschaft außerordentlich wichtig", kommentierte Kommissionsvizepräsident und EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia.

Im August dieses Jahres machte die EU-Kommission gegenüber IBM Bedenken geltend, dass das Unternehmen seine marktbeherrschende Stellung missbraucht haben könnte, indem es konkurrierenden Anbietern von Mainframe-Wartungsdiensten unangemessene Lieferbedingungen auferlegt hat.

Marktteilnehmern wird nun noch ein Monat Zeit gegeben, sich zu der Verpflichtungserklärung IBMs zu äußern. Anschließend wird die EU-Kommission eine endgültige Entscheidung treffen.

In einer gesonderten Sache hat die Kommission im Zuge von Beschwerden der konkurrierenden Softwareanbieter T3, Turbo Hercules und Neon Enterprise Software die angebliche Kopplung der Mainframe-Hardware von IBM mit dessen Betriebssystem untersucht. Nach eingehender Prüfung der Beschwerden hat die Kommission beschlossen, dieses Verfahren einzustellen. Ibm, Supercomputer, Watson Ibm, Supercomputer, Watson IBM
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