Das Moorsche Gesetz gilt auch für Energieeffizienz

Das Mooresche Gesetz hat weiterhin Gültigkeit - und das nicht nur hinsichtlich der Transistorenzahl in einem Prozessor und der Entwicklung der Rechenleistung. Einer neuen Studie zufolge kann auch die Effizienz von Rechnern nach der Regel des Intel-Gründers Gordon Moore bewertet werden.
Den Herstellern von Chips war auch immer daran gelegen, den Energiebedarf zu senken. Dafür bestand aus verschiedenen Gründen eine Notwendigkeit. So ist der Stromverbrauch von Computern einerseits ein finanzieller Faktor. Zum anderen wurden kompaktere Designs erst möglich, als die gewünschte Leistungsfähigkeit auch mit wenig Energie und folglich einer geringeren Wärmeentwicklung erbracht werden konnte.

So dürfte ein hochkompakter Computer wie beispielsweise das MacBook Air heute problemlos die Leistung eines Supercomputers aus den 1980er Jahren erreichen. Hätte sich bei der Energieeffizienz nichts getan, könnte man nur noch darauf wetten, ob der Akku leer ist, bevor der Rechner zu einem einzigen Klumpen Schrott zusammengeschmolzen wäre.

In einer gemeinsamen Studie des Datenzentren-Spezialisten Jonathan Koomey, Stephen Berard, Senior Program Manager bei Microsoft, Henry Wong von Intel und der Doktorandin Marla Sanchez von der Carnegie Mellon University zeigte sich nun aber, dass die Energieeffizienz von Computern nicht nur immer besser wird, sondern die Entwicklung etwa in der gleichen Geschwindigkeit erfolgt, wie die Leistungssteigerung. Mooresche Gesetz für EffizienzEffizienzsteigerung seit ENIAC Seit dem Bau des ENIAC, dem ersten rein elektronischen Universal-Computer bis heute hat sich die Effizienz der jeweiligen Referenzsysteme ihrer Zeit alle 1,57 Jahre verdoppelt. Als Vergleichswert wurde dafür die Zahl der Berechnungen pro verbrauchter Kilowattstunde verwendet. Dabei wurden jeweils komplette Systeme betrachtet und nicht nur die Prozessoren. So spielten letztlich auch effizientere Stromversorgungen und Optimierungen bei den verschiedensten Komponenten eine wichtige Rolle bei der Reduzierung der Leistungsaufnahme.

Hinsichtlich der Leistungssteigerung von Prozessoren wird seit Jahren die weitere Gültigkeit des Mooreschen Gesetzes in Frage gestellt - wähnt man sich doch zunehmend an den Grenzen einer weiteren Miniaturisierung der Strukturen in einem Chip. Die Autoren der Studie sind aber zuversichtlich, dass die Entwicklung weiterhin in gleichem Maße nach oben geht. Immerhin sorgen der Trend zum Multi-Core-Computing sowie neue Architekturen wie 3D-Transistoren auf Absehbare Zeit für weitergehende Möglichkeiten, die Performance zu verbessern. Effizienz, Diagramm Effizienz, Diagramm
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