Microsoft erklärt das Konzept der Windows-8-Apps

Neben klassischen Windows-Anwendungen wird es unter Windows 8 auch Apps geben. Sie stellen laut Microsoft die Zukunft der Windows-Plattform dar und werden somit bereits jetzt als Schwerpunkt betrachtet. Apps unter Windows 8 sind grundsätzlich bildschirmfüllend, egal ob es sich um ein kleines Tablet-Display oder um einen Wand-großen Bildschirm handelt.

Im Gegensatz zu den klassischen Windows-Anwendungen haben die Apps den Vorteil, dass sie auf allen unterstützten Plattformen laufen. Damit ist vor allem die ARM-Architektur gemeint, die mit Windows 8 erstmals Support erhält. Entsprechende Chips wird man vor allem in mobilen Endgeräten wie Tablets vorfinden.

Apps folgen dem Anwender auf neue Systeme
Da die Apps aus dem neuen Windows Store geladen werden, sind sie an ein Benutzerkonto von Microsoft geknüpft. Dadurch erhält man die Möglichkeit, auch auf fremden Systemen in der gewohnten Umgebung zu arbeiten, indem man sich mit der persönlichen Microsoft-ID anmeldet. Die Entwickler erklären, dass die Apps dem Anwender auf neue Systeme folgen. Über die Cloud-Infrastruktur der Redmonder werden sogar anwendungsspezifische Einstellungen synchronisiert. Windows 8 StartscreenDer Startscreen von Windows 8 Contracts sorgen für den Datenaustausch
Microsoft hat beim Erdenken der Apps dafür gesorgt, dass eine Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Anwendungen möglich ist, auch wenn sich die beiden Entwickler noch nie kennengelernt haben. Dafür sorgen so genannte 'Contracts' (sinngemäß: Verbindungen).

Jede App, die einen bestimmten Contract unterstützt, kann bei der Nutzung der dazugehörigen Funktion ausgewählt werden. Microsoft realisiert dies durch die Definition diverser Standards, an die sich alle Apps halten müssen.

Ein solcher Contract ist z.B. "Share" (teilen). Möchte man aus einer App heraus einen Inhalt mit Freunden teilen (E-Mail, Facebook, Twitter, etc.), listet die Anwendung alle Apps auf, die den Contract "Share" unterstützen. Das könnte beispielsweise ein Kochrezept auf einer Website sein, die man sich im Internet Explorer 10 anschaut. Über die Share-Funktion, die im Browser angeboten wird, kann dieses Rezept auf verschiedenste Arten weitergegeben werden.

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Aus einer Foto-App können Bilder dann z.B. bei Facebook, Flickr und Co. eingestellt werden, obwohl der Entwickler die Unterstützung für diese Dienste ursprünglich gar nicht vorgesehen hat. Er hat beim Programmieren lediglich dafür gesorgt, dass der Contract "Share" verwendet wird. Eine (fiktive) unter Windows 8 installierte Facebook-App kümmert sich dann um die Veröffentlichung. Sie steht, sofern installiert, bei der Nutzung von "Share" allen Apps als Option zur Verfügung.

"Share" hat dabei sowohl Zugriff auf Web-Inhalte als auch auf Dateien, die lokal auf dem PC oder im Netzwerk gespeichert werden. Weitere Beispiele für Contracts sind "Search" (suchen) und "Print" (drucken).

Funktionen über einen "Wisch" aufrufen
Funktionen wie "Share", "Print" und "Search" stehen in einer Windows-8-App immer an der gleichen Stelle zur Verfügung, dem so genannten "Charm". Dieser Bereich wird sichtbar, wenn man von der rechten Seite in eine App mit der Maus oder mit dem Finger hineinwischt. Wischt man von der linken Seite, kann zwischen den laufenden Windows-8-Apps gewechselt werden. Windows 8 Apps 'Charm' am Beispiel Internet Explorer 10 Ein "Wisch" von oben und unten bringt anwendungsspezifische Funktionen zum Vorschein. Im Internet Explorer 10 sind das beispielsweise die Tabs (oben) und die Adressleiste (unten). Microsoft betont, dass dieses Bedienkonzept in allen Apps gleich ist, um eine gewisse Einheitlichkeit zu erzielen.

Kacheln sorgen für Übersicht und zeigen erste Informationen
Apps werden in Form von Kacheln auf dem neuen Windows-8-Desktop dargestellt. Dort können bereits die ersten Informationen aus einer Anwendung untergebracht werden.

Eine E-Mail-App kann beispielsweise die Anzahl der ungelesenen E-Mails darstellen, eine Wetter-App zeigt das aktuelle Wetter der Region. Bei bestehender Internetverbindung halten die Apps auch im Standby-Modus Kontakt zum Server, der die darzustellenden Daten zur Verfügung stellt. Diese Darstellung ist bereits aus den Kacheln im Windows Phone 7 Betriebssystem bekannt. Auch hier werden aktuelle Informationen übersichtlich direkt in den Anwendungskacheln dargestellt.

Fazit
Die Apps sind also ohne Frage die wohl wichtigste und größte Neuerung in Windows 8. Sie werden die Zukunft von Windows maßgeblich bestimmen und könnten dafür sorgen, dass Entwickler Windows wieder als primäre Plattform für neue Entwicklungen betrachten.

Das Geschäft mit den Apps ist in den letzten Jahren zu einem Milliarden-Markt geworden, von dem jedoch hauptsächlich Apple und Google profitieren. Microsoft macht den Markt durch die Windows-8-Apps noch größer, indem die unzähligen Windows-Nutzer eingebracht werden.

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