In den USA wurde eine Frau, die im großen Stil mit gefälschten Netzwerksystemen handelte, zu einer hohen Haftstrafe verurteilt. Fünf Jahre muss sie hinter Gitter, teilte das US-Justizministerium mit. Der zuständige Richter Gerald Bruce Lee fand sie der Verschwörung zum Import und Verkauf gefälschter Cisco-Produkte für schuldig.
Das an einem Bezirksgericht im US-Bundesstaat Virginia ergangene Urteil legte außerdem fest, dass die chinesisch-stämmige Frau eine Geldstrafe von 17.500 Dollar sowie 2,7 Millionen Dollar Schadensersatz an Cisco zu zahlen habe. Richter Lee entzog ihr letztlich auch noch die Staatsangehörigkeit der USA.
In dem Urteil wurde angeordnet, dass die Täterin verschiedene Besitztümer zu verkaufen hat, um das geforderte Geld aufbringen zu können: Vier Häuser in den US-Bundesstaaten Maryland und Virginia, eine weitere Wohnanlage, einen Porsche Boxster, einen Porsche Cayenne sowie einen Mercedes Sedan. Zusätzlich wurden sieben Bankkonten beschlagnahmt, auf denen eine Summe von 1,6 Millionen Dollar vorhanden ist.
Die Verurteilte vertrieb die gefälschten Produkte über ein Unternehmen namens JDC Networking. Sie nutzte dabei eine ganze Reihe von Pseudonymen. Im August letzten Jahres flogen ihre Aktivitäten jedoch auf und die Staatsanwaltschaft erhobt nach Abschluss der Ermittlungen Anklage. Bereits im Mai erklärten die Geschworenen in dem Verfahren die Frau für schuldig, eine ganze Reihe von betrügerischen Geschäften getätigt und sich auch die US-Staatsbürgerschaft erschlichen zu haben.
Verschiedene Familienmitglieder in China gelten als Mitverschwörer, können aber von den US-Behörden nicht vor Gericht gestellt werden. Ihnen wird allerdings vorgeworfen, die Machenschaften der Täterin durch falsche Angaben gegenüber verschiedenen US-Behörden unterstützt zu haben. Unter anderem organisierten sie wohl die gefälschten Produkte mit Cisco-Label bei verschiedenen chinesischen Herstellern und fälschten Zoll-Dokumente, um einen Export in die USA zu ermöglichen.


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