Telekom muss um Entschädigung von AT&T bangen

T-Mobile, AT&T, Netzbetreiber Bildquelle: AT&T
Laut eines Berichts der Nachrichtenagentur 'Reuters' könnte der Verkauf des US-Geschäfts für die Deutsche Telekom noch richtig nerven­aufreibend werden.
Die US-Regierung hatte vergangene Woche Einspruch gegen den 39 Milliarden US-Dollar (umgerechnet in etwa 27,7 Milliarden Euro) schweren Deal eingelegt. Der Grund: Die Administration befürchtet, dass ein Zusammenschluss der Nummern zwei und vier des US-Mobilfunkmarktes für weniger Wettbewerb sorgen könnte. Doch damit nicht genug, denn nun muss der Konzern aus Bonn auch noch um eine AT&T-Entschädigungszahlung in Höhe von sechs Milliarden US-Dollar bangen.

Das US-Unternehmen hatte der Telekom - gemäß dem Fall, dass die Übernahme doch nicht zustande kommt - eine derartige Zahlung zugesagt. Ein Insider verriet am Montag allerdings, dass der Vertrag einige Klauseln beinhalte, dank derer sich AT&T unter bestimmten Bedingungen noch davor drücken könnte.

Dementsprechend sei im Vertrag festgehalten worden, dass die Übernahme binnen einer festgelegten Zeit durchgeführt werden müsse. Dieser Zeitrahmen sei nach Informationen des Insiders sehr großzügig angelegt. Darüber hinaus hängt der Deal auch vom Wert der T-Mobile USA ab. Dieser dürfe im Zuge von Kartellauflagen bis zum Abschluss eine bestimmte Schwelle nicht unterschreiten. So sei es gut möglich, dass T-Mobile USA letzten Endes einige seiner Funkfrequenzen abgeben muss und dadurch weniger wert wäre, als noch beim Vertragsabschluss im vergangenen März.

Sollte der Handel doch noch zustande kommen, kann es also durchaus sein, dass AT&T womöglich nicht den vollen Kaufpreis bezahlen muss. Die Entschädigung müsste AT&T laut eines Artikels der 'New York Times' ebenfalls nicht leisten, wenn sich die Kosten der Auflagen auf eine Summe von mehr als 7,8 Milliarden US-Dollar belaufen würden.

AT&T und die Telekom wollten den Deal eigentlich in der ersten Hälfte des Jahres 2012 über die Bühne bringen. Zwar dauere das Prozedere nun deutlich länger, der Verkauf stünde aber dennoch nicht in Gefahr. Die Frequenzen der Telekom-Tochter will AT&T für sein eigenes Netz verwenden und dadurch die enorm steigende Internetnutzung mit Hilfe von Handys aufrüsten. Da in absehbarer Zeit keine neuen Bereiche mehr auf den Markt kommen werden, sind diese Frequenzen in den USA überaus begehrt. T-Mobile, AT&T, Netzbetreiber T-Mobile, AT&T, Netzbetreiber AT&T
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