Polizei Hannover froh über Fahndungsweg Facebook

Ein Modellversuch zur Nutzung des Social Networks Facebook für die Polizeiarbeit verläuft in Hannover außerordentlich erfolgreich. Vor allem junge Nutzer werden besser mit Fahndungsaufrufen erreicht, berichtete die 'Hannoversche Allgemeine Zeitung'.
Über sechs Monate nutzten die Beamten probeweise die Facebook-Seite der Polizeidirektion Hannover, um Hinweise auf gesuchte Personen zu erhalten. "Die Resonanz ist gewaltig", so die Bilanz von Stefan Wittke, dem Sprecher der Behörde. 26.000 Nutzer holten sich inzwischen die Meldungen durch Drücken des "Gefällt mir"-Buttons auf ihre Pinnwand.

In acht Fällen der letzten Zeit erhielt die Polizei letztlich die entscheidenden Hinweise über das Social Network, hieß es. Jetzt sollen die Erfahrungen im niedersächsischen Innenministerium ausgewertet werden. Die Beamten vor Ort zumindest wollen nicht mehr auf die neue Möglichkeit der Öffentlichkeitsarbeit verzichten und die Seite weiternutzen, bis auf Landesebene entschieden wurde, wie es weitergeht.

Gerade bei Ermittlungen in jüngeren Altersgruppen sind die Polizisten mit Hilfe von Facebook mehrere Male sehr schnell zum Erfolg gekommen. So weiß die Zeitung von einem Fall zu berichten, in der eine 16-jährige Schülerin am Ostersonntag vergewaltigt wurde. Gesucht wurde nach zwei jungen Männern, die von einer Überwachungskamera aufgenommen worden waren.

Bereits einen Tag, nachdem die Polizei das Kamerabild auf der Facebook-Seite veröffentlichte, meldete sich ein entscheidender Zeuge. Sehr schnell lösten sich auch zwei Vermissten-Fälle auf. Es dauerte jeweils nur wenige Stunden von der Veröffentlichung der Fotos eines zwölfjährigen Mädchens und eines 14-jährigen Jungen bis diese sich selbst bei der Polizei meldeten.

Während man bei der Polizei froh über die neue Methode ist, mit der laut Wittke vor allem junge Menschen sehr gut erreicht werden, beäugen die zuständigen Datenschutzbeauftragten die Sache sekeptisch. "Wir wollen wissen, was mit den Daten der Besucher passiert, wenn sie sich durch die Facebook-Seite der Polizeidirektion klicken", zitiert das Blatt den niedersächsischen Landesbeauftragten für Datenschutz Joachim Wahlbrink. Denn immerhin verläuft hier die Kommunikation zwischen Bürgern und Polizei ungesichert über die USA. Polizei, Hannover Polizei, Hannover
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