Akamai: Ex-Mitarbeiter versuchte sich als Spion

In den USA steht ein ehemaliger Mitarbeiter des Content Delivery Networks Akamai vor Gericht. Die Anklage lautet auf Wirtschaftsspionage. Der Beschuldigte hat sich der Weitergabe von internen Informationen des Unternehmens an einen angeblichen Vertreter der israelischen Regierung für schuldig bekannt.
Ursprünglich hatte sich der 43-Jährige im Juni 2006 per E-Mail an das israelische Konsulat in Boston gewandt. "Ich bin ein jüdischer Amerikaner, der in Boston lebt. Ich weiß, dass Sie immer an Informationen interessiert sind und ich kann das wenige bieten, was ich habe", schrieb er damals in einer E-Mail.

Über ein Jahr später, im Herbst 2007, nahm dann ein Mann namens Elliot Doxer mit ihm Kontakt auf. Dieser gab an, israelischer Agent und an den Informationen interessiert zu sein. Der Angeklagte begann kurz darauf auch zu liefern, berichtete die 'ComputerWorld'.

Die beiden kommunizierten letztlich 18 Monate über einen toten Briefkasten. In der Zeit lieferte der damalige Akamai-Mitarbeiter, der in der Buchhaltung tätig war, Listen der Kunden des Unternehmens, Vertragsunterlagen, Angaben zu Sicherheits-Konzepten und eine Aufstellung der 1.300 Beschäftigten inklusive Mobilfunknummern, Anschriften und E-Mail-Adressen.

Finanzielle Motive standen offenbar nicht hinter der Tat. Für die Weitergabe der Informationen wollte er lediglich 3.000 Dollar, was wohl eher einer Aufwandsentschädigung entspricht. Zum Prozessauftakt gab er statt dessen an, dass er einerseits Israel unterstützen wollte. Zum Anderen erhoffte er sich Informationen über seinen Sohn, der bei der ehemaligen Frau lebt, die wiederum eine Kontaktaufnahme verhindert.

Sein Pech: Bei dem angeblichen israelischen Spion handelte es sich in Wirklichkeit um einen Agenten der Gegenspionage-Abteilung der US-Bundespolizei FBI. Nachdem der Umfang der Informationen bekannt war, zu denen der Angeklagte Zugang hatte, und sich auch herausstellte, dass dieser die Daten wohl an keine dritte Seite weitergab, sorgte der Beamte Ende 2010 für dessen Verhaftung.

Dem Täter droht nun eine Haftstrafe von bis zu 15 Jahren. In der Geschichte der USA handelt es sich erst um den achten Fall, in dem jemand vor Gericht steht, weil er versuchte, Firmendaten an eine ausländische Regierung zu verkaufen. Briefkasten Briefkasten
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