Medienbranche beklagt hausgemachte Probleme

Download, Programm, free download manager Bildquelle: FDM
Die Medienbranche hat heute eine neue Studie zur legalen und illegalen Mediennutzung im Internet vorgelegt. Dabei wird wie eh und je das fehlende Unrechtsbewusstsein beklagt, durch das hohe Schäden entstehen. Die Probleme seien aber hausgemacht, entgegnen Netzaktivisten.
Insgesamt haben laut der aktuellen Studie im Jahr 2010 19,9 Millionen Personen Medieninhalte aus dem Internet heruntergeladen oder direkt online als Stream genutzt. Downloads wurden von 14,3 Millionen Personen aus dieser Gruppe getätigt, das entspricht 22 Prozent der Bevölkerung. 10,6 Millionen dieser Downloader griffen dabei ausschließlich auf legale Angebote zurück, 3,7 Millionen auch auf illegal Quellen.

Diese 3,7 Millionen Personen haben im letzten Jahr 185 Millionen Musik-Einzeltracks, 46 Millionen Musik-Alben, 6 Millionen Hörbücher, 14 Millionen E-Books, 54 Millionen Spiel- und Kinofilme und 23 Millionen Fernseh- und TV-Serien illegal heruntergeladen, heißt es in der Studie, die gemeinsam von dem Bundesverband Musikindustrie, dem Börsenverein des deutschen Buchhandels und der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechten herausgegeben wurde.

"Eine gute Angebotsstruktur schützt in keiner Branche vor illegalen Downloads: Obwohl es zum Beispiel auch auf dem noch jungen E-Book-Markt von Anfang an große und bekannte legale Download-Angebote wie beispielsweise das Branchenportal Libreka gibt, haben die Nutzer sich über die Hälfte aller heruntergeladenen E-Books illegal beschafft", beklagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Diese Ansicht wies Markus Beckedahl, Vorsitzender des Lobbyverbandes Digitale Gesellschaft, aber zurück. Seiner Ansicht nach könne der Buchhandel sich keineswegs damit brüsten, eine "gute Angebotsstruktur" zu haben. Er verweist dabei zum Vergleich auf die Musikindustrie, die in den letzten Jahren viel dazugelernt hat.

Von 2009 auf 2010 stiegen demnach die legalen, bezahlten Downloads nach Zahlen des Bundesverbandes Musikindustrie um über 30 Prozent. "Das liegt daran, dass sich die Musikindustrie weitgehend von Techniken wie dem Digitalen Restriktionsmanagement getrennt hat, das für die Nutzerinnen und Nutzer nicht nur ein Dauerärgernis, sondern auch einen Qualitätsmangel dargestellt hat", so Beckedahl.

Dieser Schritt stehe seitens der Buchverlage und Filmwirtschaft noch aus. Diese würden gerade die Anfangsfehler der Musikindustrie wiederholen. "Wer nur teure und dann auch noch mangelhafte, restriktive Angebote macht, darf sich nicht wundern, wenn der wirtschaftliche Erfolg ausbleibt", fuhr Beckedahl fort. Download, Programm, free download manager Download, Programm, free download manager FDM
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