Oracle untersagt Java-Verteilung in Linux-Distris

Java, Kaffee, Löffel Bildquelle: Dominic's pics / Flickr
Linux-Distributionen werden zukünftig wohl nicht mehr mit Java ausgeliefert werden können. Bisher bot die Operating System Distributor License for Java (DLJ) den Distributoren die Möglichkeit, die Java-Umgebung in Form von Binär-Dateien beizulegen. Der Software-Konzern Oracle will die DLJ nun aber zurückziehen. Linux-Nutzer werden sich demnach Java zukünftig nach einer Neuinstallation erst herunterladen und selbst installieren müssen. Die entsprechenden Downloads wird Oracle weiterhin anbieten. Alternativ könnten die Distributoren aber auch auf OpenJDK wechseln, wodurch zumindest ein gewisses Einsatzspektrum abgedeckt wäre.

Die Debian-Entwickler haben auf die Mitteilung Oracles bereits reagiert. In ihrer Distribution soll zukünftig OpenJDK mitgeliefert werden. Etwas süffisant bedankte man sich bei Oracle, dass der Software-Konzern mit seiner Entscheidung die Entwicklung der freien Java-Implementierung vorantreibe.

Sylvestre Ledru, der seit anderthalb Jahren die Java-Integration in Debian betreute, äußerte aber auch Bedenken hinsichtlich des nun notwendig gewordenen Wechsels. Immerhin berge das OpenJDK noch eine Reihe von Fehlern, die im offiziellen Java nicht vorhanden sind. Er rief die Entwickler-Community auf, möglichst schnell an deren Behebung zu arbeiten, um den Nutzern Probleme zu ersparen.

Die DLJ wurde ursprünglich vom IT-Konzern Sun Microsystems, der vor einiger Zeit von Oracle übernommen wurde, entworfen. Die Lizenz erlaubte es, die Binär-Pakete von Java frei zu verbreiten.

Java, Kaffee, Löffel Java, Kaffee, Löffel Dominic's pics / Flickr
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