Warnung vor Sicherheits-Verfahren für Kreditkarten

Internet, E-Commerce, Kreditkarte Bildquelle: Fosforix / Flickr
Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hat vor dem Einsatz von Kreditkarten, die das sogenannte 3D-Sicherheitsverfahren benutzen, gewarnt. Diese fragliche Methode heißt bei Visa "Veryfied by Visa" und bei Mastercard "MasterCard securecode".
Es bestünden Zweifel an der Sicherheit des Systems. Zudem drohen Kunden finanzielle Nachteile, wenn ihre Kreditkarte trotz der zusätzlichen Sicherheits-Schranke missbraucht wird, teilte die Verbraucherzentrale mit, die die aktuelle Lage als "paradox" bezeichnet.

So sollte das 3D-Sicherheitsverfahren von Visa und Mastercard die Zahlung mit der Kreditkarte im Internet sicherer machen. Dem dient eine zusätzliche Geheimzahl, die die Kunden beim Einkauf in einem Online-Shop eingeben müssen, um sich gegenüber dem Kreditkartenunternehmen zu autorisieren.

"Was auf den ersten Blick vorteilhaft scheint, birgt für Kunden jedoch erhebliche Risiken", so die Einschätzung der Verbraucherschützer. So könnten Betrüger, die lediglich die Kartennummer und den Namen des Karteninhabers kennen, einen 3D-Sicherheitscode im Internet beantragen und damit auf Kosten des Kunden einkaufen. Kriminelle könnten aber auch auf Shoppingtour gehen, wenn es ihnen gelingt, den Sicherheitscode abzufangen.

Bisher mussten Kunden nicht damit rechnen, dass sie im Fall eines Kreditkarten-Missbrauchs beim Einkauf im Internet auf dem Schaden sitzen bleiben. Das sieht bei Zahlungen mit dem 3D-Sicherheitsverfahren anders aus. Hier besteht die Gefahr, dass sich Unternehmen auf den sogenannten Anscheinsbeweis berufen. Dabei wird angenommen, dass der Missbrauch nur deshalb entstehen konnte, weil der Kunde fahrlässig mit dem 3D-Sicherheitsverfahren umgegangen sei. Die Folge: Der Kunde bleibt auf dem finanziellen Schaden ganz oder teilweise sitzen, wenn er keine Manipulation nachweisen kann.

Zwar haben Visa und Mastercard sowie die kartenausgebenden Banken erklärt, dass sie sich im Gegensatz zu den EC-Karten-Fällen nicht auf den für die Verbraucher nachteiligen Anscheinsbeweis berufen wollen. Doch in der Praxis halte sich nicht jedes Geldinstitut an das Versprechen, hieß es. So weigert sich beispielsweise die Advanzia Bank im Fall einer Lehrerin, die das 3D-Verfahren nutzte, den Schaden zu ersetzen. Die Verbraucherschützer raten daher, auf die Nutzung des Verfahrens zu verzichten, bis Zweifel an der Sicherheit des Systems und der Haftungsfrage ausgeräumt sind. Internet, E-Commerce, Kreditkarte Internet, E-Commerce, Kreditkarte Fosforix / Flickr
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