UK: Verhaftungen wegen Facebook-Postings

Die britischen Behörden reagieren inzwischen sehr empfindlich, wenn Nutzer von Social Networks sich mit Bezug auf die Ausschreitungen der letzten Tage äußern. In den letzten Tagen sollen allein zwölf Jugendliche wegen der Veröffentlichung von Beiträgen oder anderen Inhalten auf Facebook verhaftet worden sein.
Die britische Kriminalpolizei Scotland Yard beobachtet die Entwicklung auf der Plattform sehr genau und sucht nach "aufrührerischen" Mitteilungen. Dies wurde beispielsweise einem 16-Jährigen aus Glasgow zum Verhängnis. Diesem wird laut einem Bericht des Magazins 'ZDNet' vorgeworfen, durch die Gründung einer Facebook-Gruppe andere zur Beteiligung an Ausschreitungen ermutigt zuhaben.

Ein 18-Jähriger aus Dundee wurde festgenommen, nachdem er dazu aufgerufen hatte, sich bewaffnet in der Innenstadt zu versammeln und Unruhe zu stiften. Zehn weitere Facebook-Nutzer wurden ebenfalls von der Polizei abgeholt, zum Teil befinden sie sich nach Zahlung einer Kaution aber wieder auf freiem Fuß. Unklar ist jeweils, ob sie wirklich zu Gewalttaten aufrufen wollten, oder aber scherzhaft gemeinte Postings von den aktuell sehr sensibel reagierenden Beamten missverstanden wurden.

Die Betroffenen werden von der Polizei außerdem öffentlich an den Pranger gestellt. Obwohl sie noch nicht einmal rechtskräftig verurteilt wurden, veröffentlicht man ihre Namen, Adressen und Geburtsdaten auf Twitter.

Der britische Premierminister David Cameron hatte die Social Networks bereits für die Ausbreitung der Krawalle mit verantwortlich gemacht. Es soll geprüft werden, ob in Situationen, wie sie in den letzten Tagen in London herrschten, die Kommunikation über diese Plattformen unterbunden werden kann. "Wenn Leute die sozialen Medien für die Organisierung von Gewalt verwenden, müssen wir sie aufhalten", erklärte er.

Allerdings kann bezweifelt werden, ob dies letztlich hilfreich ist. Immerhin würde im Zuge dessen einer großen Zahl unbescholtener Bürger ein Kommunikationskanal gesperrt. Die Beteiligten an den Ausschreitungen, die ihre ganz eigenen Beweggründe haben und in der Regel nicht durch Beiträge in Social Networks aufgestachelt wurden, fänden hingegen schnell andere Möglichkeiten, sich zu organisieren und Nachrichten auszutauschen. Dies belegte unter anderem auch die komplette Abschaltung des Internets in Ägypten, wodurch die Protestbewegung nicht, wie eigentlich von der Regierung erwartet, eingedämmt werden konnte. Polizei, London, Ausschreitungen Polizei, London, Ausschreitungen
Mehr zum Thema: Facebook
Diese Nachricht empfehlen
Kommentieren70
Jetzt einen Kommentar schreiben


Alle Kommentare zu dieser News anzeigen
Kommentar abgeben Netiquette beachten!

Jetzt als Amazon Blitzangebot

Ab 15:00 Uhr Sony 40 Zoll Fernseher (Full HD, Triple Tuner)
Sony 40 Zoll Fernseher (Full HD, Triple Tuner)
Original Amazon-Preis
371,31
Im Preisvergleich ab
349,00
Blitzangebot-Preis
309,00
Ersparnis zu Amazon 17% oder 62,31

Facebooks Aktienkurs in Euro

Facebooks Aktienkurs - 6 Monate
Zeitraum: 6 Monate

Der Facebook-Film im Preis-Check

WinFuture Mobil

WinFuture.mbo QR-Code Auch Unterwegs bestens informiert!
Nachrichten und Kommentare auf
dem Smartphone lesen.

Folgt uns auf Twitter

WinFuture bei Twitter

Interessante Artikel & Testberichte

WinFuture wird gehostet von Artfiles

Tipp einsenden