Shooter-Spieler mögen Militär nicht mehr als andere

Spiel, Shooter, Ego Shooter Bildquelle: REL Games
Die Nutzer von Shooter-Spielen mit militärischem Hintergrund haben im Vergleich zu Personen, die solche Games nicht mögen, keine andere Haltung zum realen Militär. Das ergab eine aktuelle Studie der Universität Hohenheim, die im Vorfeld der Spielemesse Gamescom, auf der entsprechende Produkte in größerem Umfang zu sehen sein werden, veröffentlicht wurde.
Obwohl viele der entsprechenden Spiele auf realen militärischen Konflikten beruhen bedeutet dies nicht, dass ihre Nutzer eine besondere Zuneigung zum echten Militär haben oder Kriegseinsätzen positiver gegenüberstehen. Als ausschlaggebend für die Einstellung zum Militär erwies sich viel mehr Alter, Bildungsstand und Autoritätshörigkeit, ergab die repräsentative Studie mit 5.000 Befragten.

Die meisten Shooter haben eines gemeinsam: Es werden Gegner wie Terroristen oder Nazis bekämpft und bei den "Guten" handelt es sich fast ausschließlich um Soldaten - meist US-Streitkräfte. Trotzdem scheinen solche Spiele nicht zu bewirken, dass ihre Spieler den Militarismus stärker glorifizieren als Nichtspieler.

Insgesamt hat das Forscherteam um den Kommunikationswissenschaftler Thorsten Quandt 5.000 Personen befragt. Darunter 4.500 Spieler und eine repräsentative Kontrollgruppe von 500 Nichtspielern. Ihnen wurden verschiedene Aussagen zum Militarismus und zum Umgang mit kriegerischen Bedrohungen und Terrorismus vorgelegt, die es zu bewerten galt.

Der Unterschied bei den Bewertungen durch Spieler und Nichtspieler: Nicht vorhanden. "Im Durchschnitt wurden bei beiden Gruppen die Aussagen gleich bewertet", sagte Quandt, der die sozialen Auswirkungen von Computerspielen schwerpunktmäßig erforscht.

Differenzen gibt es allerdings schon, und zwar bei den verschiedenen Gesellschaftsgruppen. Ältere Menschen, solche mit einer niedrigeren Bildung, aggressivere und autoritätsorientierte Menschen haben deutlich mehr übrig für Militär und Soldaten. "Das gilt allerdings sowohl für die Spieler als auch für die Kontrollgruppe der Nichtspieler", so Projektmitarbeiterin Ruth Festl.

Unter den Spielern wurden auch unterschiedliche Gruppierungen analysiert, darunter Shooter-Spieler und Nutzer von Social- und Singleplayer-Games. "Aber auch zwischen diesen Gruppen hat es keine nennenswerten Unterschiede gegeben", resümierte Festl.

Eine zusätzlich durchgeführte Inhaltsanalyse von 166 "Military First Person Shooters" hat ergeben, dass fast die Hälfte der Spiele auf realen Konflikten beruhen, die meisten auf dem Zweiten Weltkrieg, dem Vietnamkrieg oder dem Krieg gegen den Terror. Jüngste militärische Konflikte, wie die im Irak oder in Afghanistan, spielen dabei selbst in aktuellen Titeln allerdings eine geringe Rolle: Sie werden meist ersetzt durch fiktive Szenarien. Spiel, Shooter, Ego Shooter Spiel, Shooter, Ego Shooter REL Games
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