Google startet mit Google+ eigenes Social Network

Seit Monaten wird darüber spekuliert, ob Google ein eigenes soziales Netzwerk im Stil von Facebook starten will. Nun ist die Katze aus dem Sack: Google+ heißt das Angebot, mit dem man dem Dienst von Mark Zuckerberg in Zukunft Konkurrenz machen will.
Seit über einem Jahr hat der Suchmaschinenbetreiber hinter verschlossenen Türen an dem Projekt gearbeitet. Es entstand unter der Leitung von Vic Gundotra und Bradley Horowitz. Zudem war der neue Google-Chef Larry Page stark involviert, da er Google+ als wichtigen Bestandteil des Firmenerfolgs betrachtet. Ab sofort steht Google+ zur Verfügung, allerdings nur, wenn man eine Einladung erhalten hat.


Die fünf Kernkomponenten des sozialen Netzwerks Google+:

1. Circles
Um das Teilen von Inhalten möglichst einfach zu gestalten, kommuniziert man bei Google+ im Normalfall mit verschiedenen Gruppen. Da das Verwalten von Gruppen erfahrungsgemäß eine unbeliebte Aufgabe ist, hat Google den Prozess der Gruppenerstellung sehr ansprechend gestaltet. Die Kontakte, die beispielsweise aus Google Mail und dem Google-Adressbuch vorgeschlagen werden, müssen lediglich in verschiedene Kreise (Circles) gezogen werden.

Der Google Vice President Vic Gundotra erklärte gegenüber 'TechCrunch', dass man sich durchaus bewusst ist, dass bereits viele Unternehmen mit dem Vorhaben gescheitert sind, ihre Nutzer vom Anlegen von Gruppen zu überzeugen. Aus diesem Grund hat man sich sehr viele Gedanken über diesen Prozess gemacht und versucht, möglichst viele Prozesse aus der echten Welt nachzuahmen, so dass sich die Gruppenerstellung natürlich anfühlt. Die ersten Tester von Google+ sind überzeugt und bezeichnen den Vorgang sogar als spaßig. Das folgende Video erklärt die Motivation, die der Funktion Circles zu Grunde liegt.


2. Sparks
Bei Sparks handelt es sich prinzipiell um eine Suchfunktion für das soziale Netzwerk. Gundotra bezeichnet das Feature als "Sharing Engine". Die Idee: Tolle Inhalte führen zu interessanten Diskussionen. Aus diesem Grund gibt man bei Sparks einfach einen beliebigen Begriff ein, für den man sich interessiert. Anschließend erhält man die verschiedensten Inhalte, die Google dazu findet. Neben Websites können das auch Bücher, Videos, Bilder und Musik sein.

Mit einem einfachen Klick fügt man das Gefundene der persönlichen Interessenliste hinzu, wo man es zu einem späteren Zeitpunkt schnell finden kann, um sich in Unterhaltungen darauf zu beziehen. Innerhalb des sozialen Netzwerks sieht man, was andere Personen in der Interessenliste zu stehen haben und kann sich darüber in einem Bereich namens "Featured Interests" unterhalten. Die Entdeckung interessanter Inhalte, womit sich die Social-Network-Nutzer die meiste Zeit beschäftigen, wird in Google+ zentralisiert und somit zu einem Kernbestandteil gemacht. Das folgende Video erklärt die Motivation, die der Funktion Sparks zu Grunde liegt.


3. Instant Upload
Dieses Feature von Google+ ist vor allem für die Besitzer eines Android-Smartphones interessant. Sämtliche Fotos und Videos, die man unterwegs aufnimmt, werden automatisch zu Google+ hochgeladen und dort gespeichert. Diese Inhalte lassen sich anschließend auf einfache Art und Weise mit einer Gruppe oder dem gesamten Netzwerk teilen. Auf dem Smartphone kommt zu diesem Zweck eine spezielle App zum Einsatz. Das folgende Video erklärt die Motivation, die der Funktion Instant Uploads zu Grunde liegt.


4. Huddle
Bei Huddle handelt es sich um eine Anwendung für Unterhaltungen in einer Gruppe, die sowohl auf Android-Geräten als auch dem iPhone funktioniert. Zudem können beliebige Personen mit Hilfe von SMS-Nachrichten an den Gruppengesprächen teilnehmen. Google sieht Huddle vor allem für Absprachen innerhalb des Freundeskreises vor, wenn gemeinsame Aktivitäten geplant sind. Das folgende Video erklärt die Motivation, die der Funktion Huddle zu Grunde liegt.


5. Hangouts
Eines der interessantesten Features von Google+ ist Hangouts. Dabei handelt es sich um einen Gruppen-Videochat, an dem bis zu zehn Personen teilnehmen können. Die Entwicker haben eine Möglichkeit geschaffen, die Bereitschaft für einen Videochat zu signalisieren. Gundotra vergleicht das System mit einer Bank vor dem eigenen Haus, auf die man sich setzt, wenn man mit den Nachbarn erzählen möchte.

Sobald man sich mit einem Mitglied aus einer Gruppe per Videochat unterhält, bekommen alle anderen Mitglieder der Gruppe die Mitteilung, dass sie sich via Hangout am Videochat beteiligen können. Im Normalfall entstehen dann innerhalb kürzester Zeit Gespräche zwischen verschiedenen Leuten. Das System sorgt dafür, dass nicht durcheinander geredet wird. Es führt sozusagen Regie, was es laut ersten Erfahrung wohl auch ziemlich gut tut. Zudem kann man sich verschiedene Inhalte gemeinsam anschauen, beispielsweise ein YouTube-Video. Das folgende Video erklärt die Motivation, die der Funktion Hangouts zu Grunde liegt.


Das große Ganze
Auf der Startseite von Google+ werden sämtliche Aktivitäten von Freunden chronologisch aufgelistet, so dass man nichts verpasst. Zudem dient die Startseite als Einstieg für Funktionen wie Hangout oder Sparks. Google+ wird in sämtliche Google-Dienste integriert. Das geschieht mittels einer Toolbar, die man grundsätzlich am Seitenanfang findet. Seit gestern ist diese in einem dunklen Grau gestaltete Toolbar in vielen Google-Diensten sichtbar, allerdings bislang ohne die Funktionalitäten von Google+.

Zunächst lässt der Suchmaschinenbetreiber sein soziales Netzwerk nur von Leuten testen, die eingeladen werden, ähnlich wie es in der Anfangszeit von Google Mail der Fall war. Die größte Herausforderung dürfte es sein, bestehende Facebook-Nutzer sowie die Mitglieder anderer sozialer Netzwerke von Google+ zu überzeugen.

Google+Google+Google+Google+

Google wird große Anstrengungen zur Erreichung dieses Ziels unternehmen. Nicht umsonst hat der Google-Chef Larry Page gegenüber seinen Angestellten angekündigt, dass 25 Prozent der Jahres-Boni vom Erfolg dieses Projekts abhängen. Für ihn geht es dabei um das Bestehen seines Unternehmens in der Zukunft, in der die sozialen Verflechtungen zwischen Personen eine große Rolle spielen werden, beispielsweise für die klassische Suchmaschine, die relevantere Inhalte ausgeben kann. Zudem verbringen die Nutzer sozialer Netzwerke viel Zeit in dem Angebot, was sich positiv auf die Werbeeinnahmen auswirkt, der wichtigsten Einnahmequelle des Unternehmens.

Weitere Informationen: Website von Google+ Google+ Google+
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