App-Entwickler wenden sich vom Blackberry ab

Smartphone, Blackberry, Rim, Research in Motion Bildquelle: RIM
Der Smartphone-Hersteller Research in Motion (RIM) kommt weiter in Bedrängnis. Nachdem die Produktstrategie schon nicht aufging und das Unternehmen Probleme bekam, seine Marktanteile zu halten, beginnen nun auch externe Anbieter von Apps, die Blackberry-Plattform zu ignorieren.
Wie der US-Nachrichtendienst 'Bloomberg' berichtet, habe sich beispielsweise die Firma Seesmic entschieden, seine zukünftig erscheinenden Anwendungen nicht mehr für Blackberries anzubieten. Das Unternehmen ist auf Social Media-Apps spezialisiert, mit denen beispielsweise das Football-Team Miami Dolphins und die Country-Sängerin Taylor Swift Kontakt zu ihren Fans halten.

"Man muss seine Ressourcen dahin stecken, wo es Wachstum gibt", begründete Loic Le Meur, Chef von Seesmic die Entscheidung. Das bedeute aktuell, sich auf die explodierenden Marktsegmente iPhone und Android zu konzentrieren. Auch Purple Forge, eine Firma die Apps für politische Kampagnen und Umfragen entwickelt, erklärte, Blackberry-Versionen nur noch auf ausdrücklichen Wunsch des jeweiligen Auftraggebers anzubieten.

RIM hatte durchaus erkannt, dass man versuchen muss, mit der Bandbreite an Anwendungen mitzuhalten, die konkurrierende Plattformen ihren Nutzern bieten. Nur so kann man letztlich im Smartphone-Markt erfolgreich sein. Das Unternehmen bemühte sich daraufhin, die Zusammenarbeit mit externen Entwicklern zu intensivieren.

Kurzfristig brachte dies durchaus Erfolg. So konnte das Unternehmen vermelden, dass die Zahl der verfügbaren Apps seit März von 25.000 auf 35.000 stieg. Allerdings hinkt man hier noch weit hinter der Konkurrenz her: Im Android Market werden aktuell rund 200.000 und in Apples App Store sogar 425.000 Apps gelistet.

Es bleibt aber abzuwarten, ob RIMs Initiative auch längerfristig Erfolg hat. Hier könnte dem Unternehmen eine starke Fragmentierung der Produktpalette auf die Füße fallen. So klagen Entwickler darüber, dass die App-Entwicklung für die Blackberry-Plattform zu komplex und kostspielig für die Größe des Marktes ist.

"Als RIM begann einen Touchscreen in Verbindung mit dem Thumbwheel, eine Tastatur und Shortcut-Knöpfe zu bringen, wurde es richtig kompliziert und teuer für die ganze Bandbreite von Geräten zu entwickeln", so Purple Forge-Chef Brian Hurley. "Womit Apple punktet: Sie haben lediglich einen Touchscreen und einen Button und das war es." Smartphone, Blackberry, Rim, Research in Motion Smartphone, Blackberry, Rim, Research in Motion RIM
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