UK: Hacker verhaftet - aber kein LulzSec-Mitglied

Die britische Polizei Scotland Yard hat in Zusammenarbeit mit der US-Bundespolizei einen 19-Jährigen verhaftet. Dieser soll laut verschiedenen Berichten eine der führenden Personen hinter der Gruppe Lulz Security (LulzSec) sein, die in den letzten Wochen mit zahlreichen Hacks und DoS-Angriffen für Schlagzeilen sorgte. Der Beschuldigte wurde den Angaben der Polizei zufolge in der letzten Nacht in Wickford im Südosten Englands festgenommen worden sein. Bei der Aktion wurden Rechner und andere Dinge beschlagnahmt, die im Zuge der andauernden Ermittlungen nun ausgewertet werden sollen. Der Festgenommene wurde in ein Londoner Gefängnis gebracht und wartet dort nun auf eine Entscheidung, ob weitergehende Untersuchungshaft angeordnet wird.

LulzSec hat inzwischen auf die Meldung reagiert. "Es sieht so aus, als ob der glorreiche Anführer von LulzSec verhaftet worden ist, nun ist alles vorbei…wartet…wir sind ja alle noch hier! Welchen armen Bastard haben sie denn da mitgenommen?", heißt es im Twitter-Feed der Gruppe.

Es deutet aber einiges darauf hin, dass tatsächlich kein LulzSec-Mitglied festgesetzt wurde. So wollte die Polizei selbst dies beispielsweise nicht offiziell bestätigen. Es hieß lediglich, dass es um DoS-Angriffe und Einbrüche in fremde Rechner ginge. In verschiedenen Twitter-Mitteilungen hieß es außerdem, dass es lediglich insofern eine Verbindung zwischen dem Betroffenen und LulzSec gibt, als dass ersterer den IRC-Server betrieb, der von der Gruppe genutzt wurde. Weiterhin hieß es, alle sechs Mitglieder von LulzSec seien in Sicherheit.

Heute erschienene Meldungen, wonach die Gruppe umfassende Daten aus der britischen Volkszählung erbeutet habe und diese veröffentlichen wolle, erwiesen sich ebenfalls als falsch. Es wurde klar gestellt, dass lediglich Veröffentlichungen authentisch sind, die zuvor auch im Twitter-Feed angekündigt wurden. Ferner solle man aufhören, alle Einbrüche in Server nun auf einmal LulzSec in die Schuhe zu schieben.

Die Gruppe will sich in der nächsten Zeit darauf konzentrieren, interne Dokumente von Regierungs-Servern zu erbeuten und diese zu veröffentlichen. Einem Aufruf an andere Hacker, sich daran zu beteiligen schlossen sich inzwischen mehrere andere Gruppen an und auch Mitglieder des Anonymous-Netzwerkes sagten Unterstützung zu. Scotland Yard Scotland Yard
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