Angespielt: Duke Nukem Forever - Der King lebt

Videospiel, Duke Nukem, Duke Nukem Forever Bildquelle: 3D Realms
Die Duke-Fans werden es wohl erst glauben, wenn sie sich selbst davon überzeugt haben: Duke Nukem Forever steht 14 Jahre nach der ersten Ankündigung ab sofort für den PC, die Xbox 360 und die Playstation 3 im Handel - ab 18 Jahren, dafür aber unzensiert. Wir haben den Titel angespielt.
Ein Blick auf die Entwicklung
Selten wurden die Entwicklung eines Spiels derart thematisiert wie bei Duke Nukem Forever. Am 27. April 1997 wurde der Nachfolger des erfolgreichen Duke Nukem 3D auf der Spielemesse E3 angekündigt. Mit der Entwicklung ging es jedoch erst zum Ende des Jahres richtig los.

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Duke Nukem ForeverDuke Nukem ForeverDuke Nukem ForeverDuke Nukem Forever

(29 Bilder)


Zunächst setzten die Entwickler aus dem Hause 3D Realms auf die Quake-2-Engine, doch 1998 wurde beschlossen, auf die Unreal-Engine umzusteigen. Große Teile der Arbeit mussten erneut erledigt werden. Das Projekt zog sich dann bis 2002 hin. In der Zwischenzeit aktualisierte man die Unreal-Engine noch auf Version 1.5, was ebenfalls zu Verzögerungen führte.

2002 stellte 3D Realms dann eine Reihe neuer Entwickler ein, die sich mit der Umstellung auf die Unreal Engine 2.0 beschäftigen. Große Teile des Grafikgrundgerüsts wurden komplett umgeschrieben. Dann wurde es einige Jahre ruhig um Duke Nukem Forever. Seitens 3D Realms war lediglich zu hören, dass es veröffentlicht werden soll, wenn man fertig ist ("When it's done!"). Ende 2007 erschien ein erster Teaser-Trailer, der den damaligen Entwicklungsstand ansatzweise zeigte.


2009 gab es dann viele Meldungen über den Zustand des Entwicklerstudios. So hieß es, die Firma wurde geschlossen und ein großer Teil der Mitarbeiter wurde entlassen. Es folgten Streitigkeiten über die Rechte an Duke Nukem Forever. Demnach besitzt der Publisher Take 2 die Veröffentlichungsrechte, die Marke gehört jedoch 3D Realms. 2010 gab dann Gearbox bekannt, die Entwicklung von Duke Nukem Forever zu Ende zu bringen. Im Vorfeld hatte man mit allen Beteiligten ausgiebig verhandelt.

Nun hat es das Spiel tatsächlich in den Handel geschafft. 3D Realms hatte es eigentlich nur für den PC entwickelt, Gearbox sorgte noch für eine Portierung auf die Xbox 360 und Playstation 3. Dadurch will man den wirtschaftlichen Erfolg von Duke Nukem Forever sicherstellen.

Story: Die Aliens sind zurück
Duke Nukem Forever beginnt mit einer typischen Szene. Mit einem Devastator-Raketenwerfer bewaffnet trifft man auf einen Boss-Gegner, der nach sich nach unzähligen Treffern in die ewigen Jagdgründe verabschiedet. Der Duke lässt es sich nicht nehmen, mit einem Auge des riesigen Monsters ein Field Goal zu schießen, denn das Ganze Gefecht findet auf einem Football-Feld statt. Ein sehr actionreicher Einstieg in Duke Nukem Forever, welcher im nachfolgenden Video begutachtet werden kann:


Kurz darauf wird auch deutlich, warum man das Gefühl hatte, bereits mitten im Spiel zu sein. Es handelte sich um ein Spiel im Spiel, denn der Duke saß eigentlich in seinem Anwesen und zockte sein eigenes Game auf der Xbox 360. Da das Spielen allein für den Action-Helden zu langweilig wäre, lässt er sich dabei von zwei jungen Frauen beglücken.

Anschließend macht man sich auf den Weg durch das riesige Hochhaus von Duke Nukem, in dem sich auch ein Studio für eine eigene Fernseh-Show befindet. Es handelt sich um das "Lady Killer", das größte Casino der Welt. Auf dem Weg zur TV-Show erfährt man über die aufgehängten Fernseher, dass die Aliens der Erde einen Besuch abstatten, sich jedoch friedlich verhalten.

Spieler des Vorgängers werden an dieser Stelle bereits berechtigte Zweifel haben. Sogar der US-Präsident weißt Duke Nukem in einer Videokonferenz an, sich friedlich zu verhalten. Übrigens läuft die Videokonferenz auf einem PC ab, auf dem das Duke OS läuft, das man kurz beim Booten beobachten kann. Derartige Details lockern das Spiel immer wieder auf.

Natürlich bleiben die Aliens nicht lange friedlich und greifen das Casino an. Spätestens als sie die beiden hübschen Frauen, die man vom Xbox-Spielen kennt, entführen, hört für den Duke der Spaß auf.

Gameplay: Der Duke ist ganz der Alte
Bewaffnet mit Pistolen, Schrotflinte, Alien-Laser-Waffe, Maschinengewehr oder Panzerfaust rennt man in Duke Nukem Forever durch allerhand lineare Levels. Wer bereits den Vorgänger kennt, darf spielerisch keine Neuerungen erwarten. Mit Hilfe von Script-Sequenzen wird die Story vorangetrieben. Die Levels sind abwechslungsreich gestaltet und laden zum Entdecken. Mit nahezu allen Gegenständen kann interagiert werden, vom Lichtschalter, über Pinkelbecken bis hin zu Hantelbänken. Eben genau so wie in Duke Nukem 3D aus dem Jahre 1996.


Teilweise sind diese Interaktionen sogar sinnvoll. Stemmt man auf der Hantelbank ein paar Gewichte (nachdem man auch genug aufgelegt hat), erhöht sich das Ego. Das ist sozusagen die Energie des Duke, die bei Beschuss sinkt, jedoch immer wieder automatisch aufgeladen wird. Sogar beim Autogrammgeben wird das Ego gesteigert.

Neben den Waffen, von denen man maximal zwei gleichzeitig tragen kann, gibt es auch noch Nahkampfattacken. Der Duke teilt heftige Fausthiebe aus, mit denen Aliens zur Strecke gebracht werden können. Schluckt er ein paar Steroide, wird die Kampfkraft für einige Augenblicke deutlich gesteigert. Apropos schlucken: Ab und zu findet man unterwegs Bier, das man natürlich auch trinken kann. Allerdings macht es für kurze Zeit benommen. Dafür gibt es im betrunkenen Zustand einige Duke-typische Sprüche zu hören.

Ist man in dunklen Räumen unterwegs, kann die so genannte Duke Vision aktiviert werden. Dabei handelt es sich um eine spezielle Sonnenbrille, mit der man problemlos sehen kann, wenn es keine Lichtquellen mehr gibt.

Action- und Rätsel-Passagen wechseln sich in Duke Nukem Forever ab. Am Anfang des Spiels muss die Stromversorgung im Lady Killer wiederhergestellt werden. Die dafür benötigte Energiezelle muss man sich mit einem ferngesteuerten Auto in ein kleines Loch in der Wand eines verschlossenen Raumes schieben, so dass man sie von außen greifen kann.


An einer anderen Stelle kommt man nur durch vorheriges Schrumpfen weiter. Die Rätsel sind nicht zu komplex, so dass man im Normalfall nicht sehr lange an einer Stelle festhängt.

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Duke Nukem Forever in BerlinDuke Nukem Forever in BerlinDuke Nukem Forever in BerlinDuke Nukem Forever in Berlin



Multiplayer: Alte Modi in neuem Gewand
Der Multiplayer-Modus von Duke Nukem Forever enthält einige interessante Spielmodi, die auf bekannten Modi basieren, jedoch Duke-typisch abgewandelt wurden. Statt Capture the Flag spielt man beispielsweise Capture the Babe. Das klassische Deathmatch wird als Dukematch bezeichnet. Der Name trifft es sehr gut, denn Duke Nukem ist der einzige wählbare Charakter. Zudem gibt es noch das Team-Dukematch sowie Hail to the King (King of the Hill).

In Spielmodus Hail to the King gibt es auf den Maps leuchtende Atom-Symbole auf dem Boden. Steht man auf diesem Symbol, sammelt man Punkte für das eigene Team. Nach einer gewissen Zeit wird der Punkt verschoben. Bei Capture the Babe muss die hübsche Frau des gegnerischen Teams entführt und in die eigene Basis gebracht werden. Hat man die Schönheit geschultert, kann man lediglich mit einem Revolver schießen. Duke-typisch: Schreit die Frau zu laut, kann man sie mit einem Klaps auf den Po ruhigstellen.

Für erfolgreiche Abschüsse sammelt man im Multiplayer-Modus Erfahrungspunkte, für die man diverse Extras kaufen kann, beispielsweise Hüte für den Duke, die man dann in den weiteren Duellen tragen kann. Hinzu kommen diverse Einrichtungsgegenstände, mit denen man die vier Wände des Duke verschönern kann. Waffen findet man an festen Punkten auf den einzelnen Maps - sie müssen also nicht freigeschaltet werden.

Fazit: Spielerisch hui, grafisch pfui
Spätestens bei den ersten Schritten in Duke Nukem Forever wird deutlich, dass der King schon eine ganze Weile auf seine Veröffentlichung gewartet hat. Grafisch macht das Spiel zumindest auf der Xbox 360 nicht sehr viel her - es wirkt wie aus einer anderen Zeit. Die Texturen sind grob aufgelöst, Lichteffekte gibt es nur in sehr simpler Form. Den Spielspaß stört das nicht, denn dieser überwiegt in nahezu jeder Situation. Spieler mit einem älteren PC werden die entsprechend geringen Systemanforderungen zu schätzen wissen.

Duke Nukem Forever zeichnet sich vor allem durch seinen speziellen Humor aus, der sich durch das gesamte Spiel zieht. Hat man einen Boss-Gegner erledigt, schickt der Duke das Alien mit einem Tritt in die Kronjuwelen zu Boden. Ist eine hübsche Frau in Sichtweite, wird man von (zumindest für die meisten Männer) witzigen Sprüchen bei Laune gehalten.

In Deutschland ist Duke Nukem Forever sowohl mit deutscher als auch englischer Sprachausgabe nutzbar. Auf dem PC findet man eine entsprechende Option in Steam. Auf der Xbox 360 muss die Sprache der Konsole geändert werden. Die wahren Fans werden wohl bei der originalen Sprache bleiben, schließlich sind die Sprüche des Action-Helden Kult, doch die deutsche Synchronisation muss sich nicht verstecken. Für den Duke hat man den deutschen Synchronsprecher Manfred Lehmann (die Stimme von Bruce Willis) verpflichtet, der den Macho sehr authentisch wirken lässt.

Einen direkten Vergleich zwischen der deutschen und englischen Version haben wir im folgenden Video zusammengestellt:


Die Spieldauer von Duke Nukem Forever lässt sich nur schwer angeben, da man häufig trödelt. Das liegt an dem erstklassigen Leveldesign, denn in jeder Ecke kann etwas ausprobiert werden. Man ist jedoch einige Stunden mit der Alien-Bekämpfung beschäftigt. Diese Kombination aus Leveldesign, witzigen Situationen und den Sprüchen macht Duke Nukem Forever zu einem besonderen Ego-Shooter. Das Ende des Spiels enttäuscht jedoch auf ganzer Linie, da es einfach unbefriedigend ist.

Gewinnspiel
Pünktlich zum heutigen Launch von Duke Nukem Forever veranstalten wir unter allen WinFuture-Lesern ein kleines Gewinnspiel. Wir verlosen drei Duke-Nukem-Fanpakete mit folgendem Inhalt.

  • Grillschürze
  • sprechender Schlüsselanhänger
  • Kondome
  • Kaugummis
  • Handschuhe
  • T-Shirt
  • Kaleidoskop

Gewinne
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Am Montag, den 13.06.2011 Freitag, den 17.06.2011, werden die Gewinner hier bekanntgegeben und, sofern möglich, persönlich über Ihren Gewinn informiert. Das Los entscheidet.  


Gewinner:

Wichtiger Hinweis an die Gewinner: Alle Gewinner werden gebeten, sich bis Dienstag, den 21.06.2011 via E-Mail bei Sk@WinFuture.de zu melden. Bitte schickt dorthin eure Adressdaten (Nickname, Name, vollständige Anschrift) damit wir den Gewinn versenden können. Vielen Dank!


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