Windows 8: Microsoft zeigt die Benutzeroberfläche

Windows 8.1, Windows Blue, Windows Codename "Blue" Bildquelle: WinBeta
Nach einer langen Wartezeit hat Microsoft in der letzten Nacht erstmals einen umfangreichen Einblick in das kommende Betriebssystem Windows 8 gegeben. Der für die Windows-Entwicklung zuständige Manager Steven Sinofsky präsentierte auf der D9 Konferenz in Kalifornien die neue Benutzeroberfläche des Betriebssystems.
Zwei Arten von Anwendungen
Zunächst erklärte er, dass es unter Windows 8 zwei Arten von Anwendungen geben wird. Dabei handelt es sich um klassische Windows-Software sowie spezielle Windows-8-Apps, die auf HTML5 und JavaScript basieren. Der Internet Explorer 10 stellt die Grundlage für diese speziellen Windows-8-Apps auf Basis von Web-Technologien dar. Sie werden direkt in die neue Benutzeroberfläche integriert. Die Windows-8-Apps sind an der Dateiendung .appx erkennbar.

Windows 8: Die neue BenutzeroberflächeSo sieht Windows 8 aus. Eine bekannte und eine neue Oberfläche
Die Oberfläche, die direkt nach dem Start des Systems dargestellt wird, erinnert etwas an Windows Phone 7. Das liegt vor allem an der Verwendung so genannter Tiles (Kacheln), über die man Zugriff auf die installierte Software hat. Im Vergleich zu normalen Verknüpfungen haben Tiles den Vorteil, dass sie noch einen kleinen Teil der Programminformationen darstellen können, beispielsweise bei einer Wetter-App das aktuelle Wetter. Für diese Information muss die Software nicht extra gestartet werden.

Sinofsky erklärte, dass man nach Windows 7 nochmal einen großen Schritt zurückgegangen ist, um die Entwicklung von Windows 8 zu überdenken. "Wir haben uns offensichtlich von Smartphones inspirieren lassen", gab der Windows-Chef zu. Neben der neuen Benutzeroberfläche auf Basis von Tiles und HTML5-Apps gibt es auch weiterhin den klassischen Desktop, der viele Detailverbesserungen erfahren hat, um ihn mittels Touch-Eingabe leichter bedienen zu können. In den geleakten Vorabversionen von Windows 8 konnten man dies bereits erkennen.


Sinofsky erklärte, dass die neue Benutzeroberfläche nicht optional ist, sondern eigentlich immer vorhanden ist. Nutzt man eine klassische Windows-Software wie Word oder Excel, sieht man jedoch den normalen Windows-Desktop mit all den Elementen, die man seit Jahren kennt und einsetzt. Für viele andere Aufgaben, beispielsweise das Surfen im Internet, was in der heutigen Zeit die häufigste Aufgabe ist, die ein Computer zu erledigen hat, ist die neue Benutzeroberfläche vorgesehen. Beide laufen parallel nebeneinander, so dass ein nahtloser Übergang möglich ist.

Die neue Benutzeroberfläche lässt sich komplett anpassen, so dass man die wichtigsten Programme inklusive Zusatzinformationen in Form von Tiles sofort im Blick hat. Zwischen laufenden Apps kann mit einem Fingerstreich flüssig gewechselt werden, wie Microsoft auch eindrucksvoll in einem Video demonstriert. Interessant ist die Möglichkeit, zwei Apps nebeneinander darzustellen. Eine der beiden gleichzeitig dargestellten Apps lässt sich fixieren - im anderen Teil des Fensters kann weiter zwischen den laufenden Apps gewechselt werden. Zudem lässt sich die Größe der nebeneinander angezeigten Programme auf natürliche Art und Weise anpassen. Im Video kann man gut erkennen, wie dieses Feature funktioniert.

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Marktplatz für Windows-8-Apps
Die Windows-8-Apps, die auf HTML5 und JavaScript basieren, haben vollständigen Zugriff auf das Dateisystem und die übrigen Komponenten des Systems. Die Möglichkeiten, die Entwickler damit haben, sind also sehr vielfältig. Innerhalb kürzester Zeit wird ein riesiger Marktplatz mit Windows-8-Apps entstehen, da HTML5 und JavaScript einfach einzusetzen sind und Microsoft mit Windows eine riesige Plattform bietet, auf der Entwickler Geld verdienen können. Das neue Application Model hört auf den Namen Jupiter. Windows-8-Apps sind an der Dateiendung .appx zu erkennen und werden über einen speziellen Software-Marktplatz angeboten, der fester Bestandteil von Windows 8 ist.

Windows 8 wird laut Sinofsky auf den unterschiedlichsten Computersystemen laufen, egal ob PC, Notebook oder Tablet. Die Bedienung kann mittels Touch oder Tastatur und Maus realisiert werden. Die gesamte Benutzeroberfläche wurde so gestaltet, dass beide Eingabemethoden möglich sind.

Über einen Veröffentlichungstermin von Windows 8 wollte sich der Windows-Chef noch nicht äußern. Er erklärte jedoch, dass die Spekulationen über einen Marktstart im Herbst 2011 nicht der Wahrheit entsprechen. Es ist also sehr wahrscheinlich, dass Windows 8 erst im Laufe des nächsten Jahres das Licht der Welt erblicken wird.

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