Microsoft: Mit Crowdsourcing gegen Patenttrolle

Microsoft, Logo, Headquarter Bildquelle: Robert Scoble / Flickr
Der Software-Konzern Microsoft setzt bei der Abwehr so genannter Patenttrolle auf die Mithilfe Vieler. Dafür ist das Unternehmen eine Kooperation mit der Firma Article One Partners eingegangen. Dieses organisiert im Rahmen von Crowdsourcing-Projekten die Überprüfung von Patenten. Article One hat speziell für die Auseinandersetzung mit Patenttrollen ein neues Programm aufgesetzt, an dem Microsoft nun als erster Partner teilnimmt. Zur Bewertung eines Patentes schickt die Firma es an zahlreiche Wissenschaftler, die mit der Firma in Kontakt stehen.

Mit ihrer Hilfe soll möglichst schnell herausgefunden werden, ob die in einem Patent beschriebene Erfindung oder Methode nicht doch schon früher an anderer Stelle im Einsatz war. Das böte dann in einem Verfahren die Möglichkeit, die Gültigkeit eines Schutzrechtes an sich anzufechten.

Microsoft verspricht sich von der Zusammenarbeit deutlich bessere Chancen, sich gegen Klagen von Patenttrollen zu verteidigen. Während herkömmliche Unternehmen oft damit in Schach gehalten werden können, indem man mit dem eigenen großen Patentportfolio im Falle einer Klage Rechteverletzungen bei dessen Produkten sucht und den Gegner so zu einer möglichst gütigen außergerichtlichen Einigung drängt, ist dies bei Firmen, die ausschließlich selbst Patente halten und andere verklagen schließlich nicht möglich. Microsoft, Logo, Headquarter Microsoft, Logo, Headquarter Robert Scoble / Flickr
Mehr zum Thema: Microsoft Corporation
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