Holtzbrinck erwägt den Verkauf der VZ-Netzwerke

Wirtschaft & Firmen Da sich Facebook inzwischen auch in Deutschland deutlich als führendes soziales Netzwerk durchgesetzt hat, überlegt der Holtzbrinck Verlag derzeit, ob die VZ-Netzwerke nicht verkauft werden sollten, berichtet die 'Financial Times Deutschland.
Die Sparte Holtzbrinck Digital, zu der auch die bekannten sozialen Netzwerke SchülerVZ, StudiVZ und MeinVZ gehören, hat einen neuen Chef. Nach nur einem halben Jahr wechselt Johann Butting in die USA, um dort ein Entwicklungsgeschäft für den Verlag zu übernehmen. Sein Nachfolger ist Markus Schunk, der jetzt in einem Gespräch mit der Financial Times Deutschland einige Veränderungen in seinem Teil des Unternehmens ankündigte.

Holtzbrinck hatte die VZ-Netzwerke 2007 für rund 85 Millionen Euro übernommen. Damals waren sie noch unangefochtener Marktführer in Deutschland, doch die Landschaft hat sich seitdem stark verändert. So geht aus einer aktuellen Studie des Branchenverbandes Bitkom hervor, dass weniger als ein Drittel der deutschen Internetnutzer bei StudiVZ und Co. angemeldet ist. Facebook dagegen kann knapp die Hälfte der Deutschen Internetsurfer vereinen. Schunk will diese rückläufigen Nutzerzahlen nun auf einem hohen Niveau stabilisieren.

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Schlecht läuft das Geschäft mit den VZ-Netzwerken nicht. Im letzten Jahr konnte mit den Internetangeboten ein Umsatz in Höhe von 30 Millionen Euro erwirtschaftet werden. In diesem Jahr sollen auch erstmals Gewinne eingefahren werden, gibt sich der Verlag kämpferisch. Dies könnte auch der Grund sein, warum der Verlag ausgerechnet jetzt aussteigen will. Noch ist es nicht zu spät, erhobenen Hauptes auszusteigen.

"Trotz der verstärkten Wettbewerbssituation sehen wir uns als VZ gut aufgestellt und prüfen aus dieser Situation heraus alle strategischen Optionen", sagte Schunk. "Zuversichtlich stimmen uns dabei die hohen Bewertungen, die wir im Markt sehen."

2008 hatte Facebook Interesse an einer Übernahme der VZ-Netzwerke gezeigt, doch die Chance wurde ausgeschlagen. Damals wurde den Besitzern der sozialen Netzwerke ein vierprozentiger Anteil an Facebook geboten, der aktuell rund 2,8 Milliarden US-Dollar wert sein könnte. Schunk erklärt, dass man auch eine Kooperation mit Facebook in Betracht zieht. Allerdings liegen keine Informationen über konkrete Gespräche vor.
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