Blu-ray: Lizenzverfahren wird stark vereinfacht

Wirtschaft & Firmen Die Firmen hinter dem Blu-ray-Standard haben ein Joint Venture zur Verwaltung der Lizenzrechte gegründet. Dadurch soll es anderen Unternehmen zukünftig leichter fallen, die Technologie in Produkte einzubauen. Bisher mussten mit den verschiedenen Patentinhabern jeweils einzeln Lizenzverträge ausgehandelt werden. Da dies vergleichsweise kompliziert war, verzichteten einige Unternehmen auf die Nutzung von Blu-ray, wenn sie nicht unbedingt darauf angewiesen waren. Prominentestes Beispiel ist hier der Computer-Konzern Apple.

Cyberlink, Hitachi, Panasonic, Philips, Samsung und Sony bringen ihre entsprechenden Rechte nun aber in die gemeinsame Firma One-Blu ein. Diese dient zukünftig als alleiniger Ansprechpartner, was die Lizenzierung der Blu-ray-Technologie an Dritte angeht.

Ein ähnliches Modell kommt auch bei verschiedenen anderen Technologien zum Einsatz. So beispielsweise bei den MPEG-Codecs. Hier hat eine ganze Reihe von Unternehmen und Forschungseinrichtungen Patente in den Pool der MPEG LA eingebracht, die Lizenzen vergibt und die Einnahmen an ihre Mitglieder ausschüttet.
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