Microsoft wächst, jedoch weniger Profit als Apple

Wirtschaft & Firmen Microsoft hat in der letzten Nacht die Ergebnisse für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres vorgelegt. So konnte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 16 Prozent auf 16,43 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Der Nettogewinn legte um 31 Prozent auf 5,23 Milliarden US-Dollar zu.
Für den Erfolg der Redmonder sorgen derzeit vor allem die Bewegungssteuerung Kinect, Office 2010 sowie die Server-Sparte. Der Umsatz mit Windows ging um vier Prozent zurück. Dennoch feierte Microsoft die aktuelle Ausgabe Windows 7 als erfolgreichstes Betriebssystem in der Geschichte des Unternehmens. 350 Millionen Lizenzen konnte man seit der Markteinführung an den Mann bringen - 50 Millionen waren es allein im letzten Quartal.

Doch der PC-Markt schwächelt, was sich deutlich auf die Verkaufszahlen von Windows auswirkt. Es war nun bereits das zweite Quartal in Folge, in dem der Umsatz mit Windows zurückging. Das kritisierten auch die Analysten, denn der PC-Markt wird vor allem durch den Erfolg der Tablets durcheinander gebracht. In diesem Bereich kann Microsoft bislang kein konkurrenzfähiges Produkt vorweisen. Windows 8 soll dieses Produkt werden, doch offizielle Informationen gibt es darüber bislang nicht.

Microsoft Logo

Eine weitere Branche, der in Zukunft eine große Bedeutung zugemessen wird, ist die der Smartphones. Bislang ist nicht bekannt, wie erfolgreich Microsoft mit Windows Phone 7 ist. Die Zusammenarbeit mit Nokia könnte dafür sorgen, dass sich die ersten Erfolge einstellen. Bislang scheinen die Einkünfte mit Windows Phone 7 noch nicht vorzeigbar zu sein, denn bei der Vorstellung der aktuellen Bilanz wurde das Smartphone-Betriebssystem nicht erwähnt.

Die Ergebnisse aus der Sparte Server & Tools präsentierte man dagegen gern. Mit dem Windows Server, SQL Server, Windows Azure und einigen weiteren Produkten konnten im letzten Quartal 4,1 Milliarden US-Dollar umgesetzt werden - 390 Millionen US-Dollar mehr als im Vorjahr. Der Gewinn kletterte von 1,27 auf 1,42 Milliarden US-Dollar. Auch die Business Division, zu der Office 2010 gehört, war erfolgreich. Der Umsatz stieg von 4,34 auf 5,25 Milliarden US-Dollar, der Gewinn von 2,54 auf 3,17 Milliarden US-Dollar.

Ein weiteres Zugpferd im letzten Quartal stellt die Bewegungssteuerung Kinect dar. Die hohe Nachfrage wirkte sich auch positiv auf die Verkaufszahlen der Xbox 360 auf und ließ zudem die Einnahmen mit dem Online-Dienst Xbox Live steigen. Am Ende stieg der Umsatz der Sparte Entertainment & Devices von 1,21 auf 1,94 Milliarden US-Dollar, der Gewinn legte immerhin von 150 auf 225 Millionen US-Dollar zu.

Mit den Online Services ist Microsoft auch weiterhin nicht erfolgreich. Der Umsatz konnte zwar von 566 auf 648 Millionen US-Dollar gesteigert werden, doch diesen kurzen Lichtblick machte der Verlust wieder wett, der von 709 auf 726 Millionen US-Dollar anstieg. Vor allem die Suchmaschine Bing verschlingt derzeit noch viele Investitionen, die mit den daraus resultierenden Einnahmen noch nicht kompensiert werden können.

Die aktuelle Bilanz von Microsoft lässt auch einen interessanten Vergleich mit dem Konkurrenten Apple zu. Nachdem das Unternehmen von Steve Jobs bereits im letzten Jahr an dem Konzern von Steve Ballmer in Sachen Marktkapitalisierung vorbeizog, mussten sich die Redmonder im letzten Oktober auch beim Umsatz geschlagen geben. Im letzten Quartal nahm Apple nun auch die letzte Hürde, um an Microsoft vorbeizuziehen. Erstmals konnte Apple mehr Gewinn (5,99 Milliarden US-Dollar) einfahren als Microsoft (5,23 Milliarden US-Dollar).
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