Flattr hebt Spendenpflicht für Inhalte-Anbieter auf

Wirtschaft & Firmen Der Social Payment-Dienst Flattr hebt seine bisher bestehende Verpflichtung auf, nach der Inhalte-Anbieter, die einen Flattr-Button in ihre Seite einbinden wollen, selbst auch Spendengelder in das Netzwerk einfließen lassen müssen.
Ab dem 1. Mai kann also jeder Geld von Flattr-Nutzern empfangen, auch wenn man selbst keine Spenden an andere verteilen will. Wichtigstes Ziel dieses Schrittes ist es, deutlich mehr Inhalte-Anbieter dafür zu gewinnen, einen Flattr-Button in ihr Angebot einzubinden - immerhin kann ihnen dadurch nun keinerlei Nachteil mehr entstehen.

Hinzu kommt, dass die Nutzer nicht mehr regelmäßig kontrollieren müssen, ob noch Guthaben auf ihrem Account vorhanden ist. Bisher schalteten sich die Buttons, über die Spenden empfangen werden können, automatisch ab, wenn vom Teilnehmer keine eigenen Gelder mehr ins System eingebracht wurden. Das ist nun nicht mehr der Fall.

Die erhoffte stärkere Verbreitung von Flattr-Buttons dürfte letztlich auch mehr Spendewillige anziehen. Immerhin gibt es derzeit wohl noch eine recht große Zahl von Anwendern, die sich nicht anmelden, weil ihre Lieblingsangebote nicht an dem Dienst teilnehmen. Einer weit größeren Zahl von Usern wird der Service auch noch kein Begriff sein, weil sie noch nie bewusst auf einen entsprechenden Button gestoßen sind.

Wie die Betreiber des Angebotes ausführten, sprächen gute Gründe dafür, die Änderung vorzunehmen. "Kurz gesagt: Wir müssen die Leute nicht zwingen, etwas zu geben, bevor sie nehmen können. Im Laufe des letzten Jahres haben wir gelernt, dass die Nutzer die Inhalte, die sie mögen, auch so flattrn wollen und deshalb haben wir entschieden, alle Regelungen abzuschaffen, die den Service restriktiver oder komplizierter machen", hieß es.

Flattr startete vor einem guten Jahr als Versuch, auch kleineren Inhalte-Anbietern die Möglichkeit zu geben, per Mikropayment etwas für ihre Arbeit zu erhalten. Vor allem im deutschsprachigen Raum ist das Konzept bisher recht erfolgreich. Einige Blogger und Podcaster, die bislang kostenlos produzierten, werden inzwischen mit bis zu vierstelligen Beträgen im Monat bedacht.
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