Apple wird wegen Location-Tracking in iOS verklagt

Recht, Politik & EU Nachdem in der letzten Woche bekannt wurde, dass Apple auf dem iPhone und iPad den Standort seiner Kunden speichert, wurde noch vor dem Osterwochenende eine erste Klage bei einem Gericht im US-Bundesstaat Florida eingereicht.
Der iPhone-Besitzer Vikram Ajjampur sowie der iPad-Besitzer William Devito reichten die Klage am 22. April beim Bezirksgericht in Tampa ein. In der Klageschrift berufen sie sich auf die Meldung der beiden Sicherheitsexperten Pete Warden und Alasdair Allan auf der Where 2.0 Konferenz. Dort hatten sie auch ihr kleines Tool vorgestellt, das die Standortdaten auf einer Landkarte visualisiert. Die gespeicherten Daten gelten als sensibel, da neben dem Standort auch der Zeitpunkt aufgezeichnet wird, woraus sich ein komplettes Bewegungsprofil einer Person erstellen lässt.

Aaron Mayer, der Anwalt der beiden Kläger, erklärte in einer Stellungnahme gegenüber 'Bloomberg', dass man explizit darauf aufmerksam macht, dass Apple jeden Schritt seiner Kunden überwacht. "Ein Polizist würde eine richterliche Verfügung benötigen, um so etwas zu tun - Apple tut es ohne." Im Rahmen der angestrebten Sammelklage will man unter anderem eine Entschädigung erhalten. Die Kläger argumentieren, dass sie sich die Produkte niemals gekauft hätten, wenn sie vom Location-Tracking gewusst hätten.

In der Klageschrift, die in Form einer PDF-Datei vorliegt, wird bemängelt, dass die Nutzer der betroffenen Apple-Geräte keine Möglichkeit haben, diese ungewollte Form der Überwachung zu deaktivieren. Selbst wenn das GPS auf dem iPhone und iPad deaktiviert ist, bleibt das Tracking "voll funktionsfähig".

Die Generalstaatsanwältin Lisa Manigan aus dem US-Bundesstaat Illinois hatte Apple und Google kürzlich zu einem Treffen eingeladen, so dass man über die aktuellen Berichte sprechen kann, laut denen die Produkte der Unternehmen den Aufenthaltsort der Kunden speichern. Sie will herausfinden, welche Daten wie lange gespeichert werden, teilte ihr Büro gegenüber Bloomberg mit.

Unterdessen stellte sich heraus, dass die Tatsache, dass die iOS-Geräte ihren Standort speichern, nicht allen Menschen neu war. Laut einem Bericht von 'CNet' haben die US-Strafverfolgungsbehörden seit mindestens einem Jahr von der Funktionalität Gebrauch gemacht. Im Rahmen von Ermittlungen wurden die Standortdaten einiger Apple-Geräte ausgelesen. Damit könnte zum Beispiel überprüft werden, ob sich ein Verdächtiger zur Tatzeit tatsächlich am Ort des Geschehens aufgehalten hat.
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