Dot-Com-Gründer entwickeln neues Spaceshuttle

Wirtschaft & Firmen Zwei der äußerst erfolgreichen Firmengründer aus der Dot-Com-Ära um die Jahrtausendwende brechen nun zu ihrem nächsten großen Abenteuer auf: Der Entwicklung eines Nachfolgers für die Spaceshuttles der NASA. Das Shuttle-Programm steht vor seinem Ende. Voraussichtlich im Juni wird die Atlantis als letzte Raumfähre ihrer Generation ins All starten und die International Space Station (ISS) ansteuern. Von da an liegt die Versorgung der Station und im Wesentlichen die gesamte bemannte Raumfahrt erst einmal in den Händen Russlands.

Diese Abhängigkeit ist aber kein Zustand, den man in den USA länger haben will. Deshalb soll ein Nachfolger für die Shuttles her. 270 Millionen Dollar investiere man daher nun in privatwirtschaftliche Projekte, die ein neues Raumschiff konstruieren sollen, teilte die NASA mit.

Die US-Raumfahrtagentur begründet die Auslagerung damit, dass man die eigenen Ressourcen für die Entwicklung von Technologien benötige, die tiefer im All liegen. Ausrüstung für die bereits lange erprobten Missionen in den näheren Erdorbit, in dem auch die ISS fliegt, soll daher von Außen kommen.

Eines der in dem Bereich schon sehr erfolgreich operierenden Unternehmen ist Space Exploration Technologies (SpaceX), das mit seiner Trägerrakete Falcon 9 bereits Nutzlasten von bis zu 10,9 Tonnen ins All transportieren kann. Die Falcon 9 soll zukünftig auch zur Versorgung der ISS herangezogen werden und auch die ersten Tests einer passenden Kapsel für den Transport von Astronauten liefen bereits erfolgreich.

Hinter dem Unternehmen steht Elon Musk. Dieser ist heute Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla Motors und gründete 1998 den Payment-Dienst PayPal. Für die Entwicklungsarbeiten an einem Shuttle-Nachfolger erhält er aus dem NASA-Pool nun 75 Millionen Dollar.

Weitere 22 Millionen Dollar fließen an Blue Origin, das Raumfahrt-Unternehmen von Jeff Bezos, dem Gründer und Chef des Online-Händlers Amazon. Die Firma entwickelte von Anfang an für die bemannte Raumfahrt. Die Raumschiffe der "New Shepard"-Serie sollen ohne Eingreifen einer Bodenstation vom Piloten senkrecht gestartet und ebenso wieder gelandet werden. Verschiedene Testflüge verliefen bereits erfolgreich, auch wenn noch lange keine Höhen erreicht wurden, die in die Nähe von Raumfahrt kamen.

Die NASA vergibt aber auch Gelder an Unternehmen, die bereits länger in dem Bereich tätig sind. So gehen 80 Millionen Dollar an den Raumfahrt-Zulieferer Sierra Nevada, der schon länger Satelliten und andere Systeme baut. Den größten Anteil erhält mit 92,3 Millionen Dollar hingegen der Luftfahrt-Konzern Boeing.
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