Rekordgewinn: Intels Geschäft läuft einwandfrei

Wirtschaft & Firmen Nachdem die Marktforscher aus dem Hause IDC und Gartner kürzlich mitteilten, dass der PC-Markt schrumpft und stattdessen immer häufiger auf Tablets gesetzt wird, wurden die Quartalsergebnisse des Chipherstellers Intel mit Spannung erwartet. Da Intel im Tablet-Segment noch nicht mitmischt, zweifelten einige Branchenkenner an der finanziellen Stabilität des Unternehmens.
Doch der Intel-Chef Paul Otellini nahm den Skeptikern den Wind aus den Segeln und präsentierte in der letzten Nacht ein weiteres Rekordquartal. Der Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 12,8 Milliarden US-Dollar gesteigert werden. Auch beim Nettogewinn (nach Steuern) fiel das Plus mit 29 Prozent sehr deutlich aus - 3,2 Milliarden US-Dollar kann sich der Chiphersteller auf die hohe Kante packen. Pro Aktie entspricht dies einem Gewinn über 56 Cent. Der operative Gewinn legte um 21 Prozent auf 4,2 Milliarden US-Dollar zu.

Otellini zeigte sich stolz, dass sämtliche Geschäftsbereiche in allen Regionen zweistellig gewachsen sind. Nur dadurch sei das neue Rekordergebnis möglich gewesen, erklärte er in einer Konferenz mit Anlegern und Journalisten. Die Sparte für die PC-Technik konnte ihren Umsatz um 17 Prozent steigern, im Bereich der Data Center sind es sogar 32 Prozent.

Intel Paul OtelliniIntel-Chef Paul Otellini Das 43 Jahre alte Unternehmen sendete damit eine eindeutige Botschaft an die Börse. Die Nachfrage nach Tablets mag zwar steigern, doch mit dem traditionellen PC-Geschäft lässt sich noch immer sehr viel Geld verdienen. Für das zweite Quartal erwartet Intel einen Umsatz in Höhe von 13,3 Milliarden US-Dollar. Auch damit übertraf man die Erwartungen der Analysten, die von 11,9 Milliarden US-Dollar ausgegangen sind.

Rund 80 Prozent der PCs, die weltweit im Einsatz sind, arbeiten mit einem Prozessor aus dem Hause Intel. Vor allem die Firmenkunden sorgten im ersten Quartal 2011 für eine hohe Nachfrage und konnten damit auch die Probleme des Chipherstellers ausgleichen. Ein Designfehler bei den Sandy-Bridge-Chipsätzen verursachte Probleme und verlangsamte damit die Produktion neuer PCs. Für die Beseitigung der Misere veranschlagte Intel rund eine Milliarde US-Dollar. Die Erdbeben in Japan kamen erschwerend hinzu, da die Nachfrage nach PCs in dem hochtechnisierten Land deutlich zurückging.

Die Analysten aus dem Hause Goldmann Sachs prophezeien Intel eine schwierige Zukunft. Allein in diesem Jahr könnten 21 Millionen Menschen zum Tablet statt zum Notebook greifen, wenn die Anschaffung eines neuen portablen Systems ansteht. Im nächsten Jahr sollen es bereits 26,5 Millionen Menschen sein. Das zeigt sich vor allem bei Apple, denn der Elektronikhersteller wird in diesem Jahr wohl erstmals mehr Geld mit dem iPad verdienen als mit der gesamten Mac-Serie.

Derzeit setzen nahezu alle Tablet-Hersteller auf Prozessoren mit einem Chipdesign von ARM. Intel hat zwar eigene Lösungen im Angebot, kann jedoch nicht mit der Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz der Konkurrenz mithalten, da man sich deutlich später auf diesen zukunftsträchtigen Markt konzentriert hat. Nun treibt man die Entwicklung mit Hochdruck voran, um zumindest in Zukunft eine konkurrenzfähige Alternative anbieten zu können.
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