Rechenzentren: Microsoft kauft 5% aller x86-CPUs

Prozessoren Microsoft kauft jedes Jahr zwischen drei und fünf Prozent aller produzierten Prozessoren mit x86-Architektur, um die zahlreichen Rechenzentren betreiben zu können, die rund um den Globus verteilt sind. Jetzt will man mit diesen Einrichtungen weniger Energie verbrauchen.
Microsofts Senior Director Rick Bakken sprach kürzlich auf dem Samsung CIO Green Forum in München über die Pläne seines Unternehmens, die Effizienz beim Stromverbrauch der Rechenzentren zu steigern. Dabei hat man die so genannte Power Usage Effectiveness (PUE) im Auge. Microsofts Rechenzentren kommen derzeit auf eine PUE von 2,0 - in 24 Monaten will man eine PUE von 1,25 erreicht haben.

Microsofts Container-RechenzentrumMicrosoft baut auch Rechenzentren in Container Dieser Wert gibt an, wie viel Energie für Aufgaben benötigt wird, die nicht mit dem unmittelbaren Betrieb der Server zu tun hat. Damit sind beispielsweise die Kühlung, die Beleuchtung und andere unterstützende Infrastrukturen gemeint. Eine PUE von 1,10 heißt, dass jedes Watt, das von der IT-Hardware verbraucht wird, weitere 0,1 Watt für den Betrieb nach sich zieht.

Zum Vergleich: Während Microsofts Rechenzentren noch eine PUE von 2,0 aufweisen, ist Google mit einem Wert zwischen 1,10 und 1,21 deutlich fortschrittlicher. Die neuen Rechenzentren von Facebook, deren Konstruktionsdetails öffentlich einsehbar sind, haben sogar eine PUE von 1,07.

Laut Bakken betreibt Microsoft zwischen 10 und 100 Rechenzentren rund um den Globus - die genaue Anzahl wollte er gegenüber 'ZDNet UK' nicht nennen. Um diese Infrastruktur unterhalten zu können, kauft man jedes Jahr rund 3 bis 5 Prozent des gesamten x86-CPU-Bestands. "Wenn wir ein Internetprovider wären, hätten wir das fünftgrößte Netzwerk der Welt", erklärte Bakken.

Die Rechenzentren selbst könnten unterschiedlicher kaum sein. Manchmal sind sie in gemieteten Gebäuden oder ehemaligen Lagerhäusern untergebracht, ein anderes Mal hat man einfach einen Container abgestellt, in dem die Technik modulartig verbaut ist. Der Bedarf nach leistungsfähigen Rechenzentren wächst weiter, schließlich setzt Microsoft stark auf die Cloud, beispielsweise mit Windows Azure und dem neuen Office 365. Aber auch bestehende Angebote wie Hotmail verlangen eine stabile Infrastruktur.
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