Google steigert Umsatz & Gewinn, dennoch Skepsis

Wirtschaft & Firmen Der Suchmaschinenbetreiber Google hat seine Ergebnisse für das erste Quartal 2011 bekanntgegeben. Demnach konnte man den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 27 Prozent steigern, in Sachen Gewinn wurden die Anleger jedoch enttäuscht.
8,58 Milliarden US-Dollar erwirtschaftete das Unternehmen im Zeitraum von Januar bis März 2011. Zieht man das Geld ab, das an Werbepartner und andere Unternehmen abgeführt werden musste, bleibt ein Umsatz von 6,54 Milliarden US-Dollar übrig. Der Gewinn beläuft sich im ersten Quartal 2011 auf 2,3 Milliarden US-Dollar - 7,04 Dollar pro Aktie. Im gleichen Zeitraum im Jahr 2010 lag der Gewinn bei 1,96 Milliarden Dollar bzw. 6,06 Dollar pro Aktie.


Patrick Pichette

Damit konnte sich der Internetkonzern zwar verbessern, doch die Analysten hatten mit einem besseren Ergebnis gerechnet und zeigten sich enttäuscht. Ohne die Bonuszahlungen für die Mitarbeiter, die sich nach dem erwirtschafteten Gewinn richten, hätte Google 8,08 Dollar pro Wertpapier verdient. An der Börse ging man von 8,11 Dollar aus.

Der Wechsel an der Konzernspitze hatte noch keine Auswirkungen auf das aktuelle Ergebnis, schließlich übernahm Larry Page erst am 4. April das Ruder von Eric Schmidt. Obwohl Page nicht an der Konferenz zur Bekanntgabe der Quartalsergebnisse teilnahm, hatten die Investoren viele Fragen über die zukünftige strategische Ausrichtung des Unternehmens.

Unter anderem wurde kritisch hinterfragt, ob das Investment in die sozialen Funktionen wirklich notwendig ist, schließlich hatte Google in einem internen Memo erklärt, dass in diesem Jahr die Bonuszahlungen vom Erfolg der sozialen Bemühungen abhängen. Dazu zählt beispielsweise das Angebot Google +1. "Es handelt sich um eine interne Angelegenheit", erklärte der Finanzchef Patrick Pichette. "Wir wollen unseren Mitarbeitern signalisieren, dass die Social-Funktionen ein Investment wert sind."

Dass Google in diesem Jahr so viele neue Mitarbeiter wie noch nie einstellen will, sorgt unter den Anlegern ebenfalls für Skepsis. Allein im ersten Quartal 2011 heuerte der Internetkonzern 1900 zusätzliche Arbeitskräfte an. Damit sollen viele neue Projekte realisiert werden, die abseits des Kerngeschäfts angesiedelt sind. Der neue Chef Larry Page verspricht sich davon langfristige Erfolge - eine Strategie, die an der Börse noch nie viel Zuspruch fand. Bei seiner Amtsübernahme hatte Page erklärt, dass er in langfristige Möglichkeiten investieren will, auch wenn die Finanzen kurzfristig darunter leiden.

Pichette betonte jedoch, dass sich an der grundsätzlichen Ausrichtung des Unternehmens nichts verändert hat. "Google ist ein Technologieunternehmen, das sich auf den Nutzer konzentriert. Wir schaffen Produkte, die Milliarden von Menschen ansprechen."
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