Tablets lassen den PC-Markt spürbar taumeln

Wirtschaft & Firmen Der PC-Markt hat seinen Zenit offenbar überschritten. Die Marktforschungsunternehmen IDC und Gartner verzeichneten das erste Quartal, das nicht mitten in einer Wirtschaftskrise stattfand, mit sinkenden Absatzzahlen. Hintergrund dessen ist einerseits, dass die Investitionen von Unternehmen in neue Computer nicht so schnell gekommen sind, wie manch ein Hersteller wohl erhoffte. Andererseits fallen inzwischen auch immer mehr private Kunden weg, die in den letzten Jahren ein sehr stabiles Element in dem Sektor waren. Diese wenden sich nun aber immer häufiger den neuen Tablet-Systemen zu.

Nach den Statistiken Gartners wurden im ersten Quartal 84,3 Millionen Geräte abgesetzt. Das entspricht einem Rückgang der Verkaufszahlen um 1,1 Prozent. Die IDC kommt hier auf etwas andere Werte, die aber dem gleichen Trend folgen: Das Unternehmen verzeichnete rund 83,2 Millionen verkaufte Rechner - das sind 3,2 Prozent weniger als vor einem Jahr.

Besonders hart hat es den Angaben zufolge den Markt in den USA getroffen. Gartner verbuchte hier einen Rückgang der Absatzzahlen um 6,1 Prozent, die IDC um 10 Prozent. Die Entwicklung wird sich auch auf Microsoft auswirken. Wenn der Konzern am 28. April seine Quartalsbilanzen vorlegt, wird es in der Windows-Sparte voraussichtlich nicht erneut ein solides Wachstum der Ergebnisse geben.

Der klare Gewinner ist hingegen Apple. Nahezu alle Verbraucher, die sich entschieden, statt einem neuen PC oder Notebook ein Tablet zu kaufen, erwarben letztlich ein iPad. Dessen Verkaufszahlen wird Apple am 20. April bekannt geben, einige Analysten trauen dem Unternehmen aber durchaus zu, in den ersten drei Monaten des Jahres 15 Millionen Stück verkauft zu haben und damit fast so viele wie vom Verkaufsstart im April 2010 bis zum Jahreswechsel.

Die Situation wird sich in den kommenden Monaten für die PC-Hersteller wohl kaum verbessern. Immerhin kommen langsam auch Apples Konkurrenten mit ihren Android-basierten Systemen auf den Markt. Mit diesen werden dann auch Kundengruppen angesprochen, die sich zwar für ein Tablet interessieren, aber nicht unbedingt zu Apple gehen wollten.
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